Archiv der Kategorie: Bibliothek: Partner

Kalifornien: Entscheider und Interessensgruppen in die Bibliotheksplanung einbeziehen

In der kalifornischen Stadt Brentwood lässt sich aktuell der Einbezug der Kommune in die Planungen für eine neue Bibliothek beobachten. So begutachteten kommunale Entscheider neun Außengestaltungen für eine neue Bibliothek gemeinsam mit den Vertretern der Bibliotheksstiftung, um möglichst früh eine Fundraising-Kampagne vorbereiten zu können. Das Komitee für Stadtentwicklung engte die Auswahl dann anschließend auf vier Konzepte ein und diese werden von einem Architekten dann weiter modifiziert.

Stadtentwickler und -berater Kwame Reed wies darauf hin, dass es sich zunächst lediglich um allgemeine Designkonzepte handele, die vornehmlich dem Marketing dienten und um zu zeigen, wie die Bibliothek künftig aussehen könnte. Gleichzeitig begutachtet der Verein der Freunde der Bibliothek aus Brentwood neuere Bibliotheken im Umfeld, um sich ein Bild von den Gestaltungsmöglichkeiten zu machen und sich beraten zu lassen. Insgesamt ein interessantes Beispiel für den Einbezug verschiedenster Interessensgruppen und Entscheidergremien in den Vorbereitungsprozess für einen Neubau, um das Projekt zu einem nachhaltigen Erfolg zu machen.

Link:
http://www.contracostatimes.com/east-county-times/ci_25028514/brentwood-library-planners-get-community-involved-process

Beitrag von Andreas Mittrowann

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Gewinner des CILIP Libraries Change Lives Award 2013

Die Juroren des renommierten, britischen Preises “CILIP Libraries Change Lives Award” haben die Bibliotheken der Grafschaft Surrey für ihr Projekt „Häuslicher Missbrauch – wie Surreys Bibliotheken helfen können“ ausgezeichnet. Die Zeremonie des bereits zum 22. Mal vom “Chartered Institute of Library and Information Professionals“ (CILIP) vergebenen Preises fand in diesem Jahr im „Museum of Science and Industry“ als Teil der Bibliothekskonferenz „Umbrella 2013“ statt. Die Gewinner erhielten neben der Auszeichnung einen Scheck in Höhe von 4000 britischen Pfund.

Die Surrey Libraries wurden für Ihre Unterstützung und Beratung von Menschen gewürdigt, die unter häuslichem Missbrauch („domestic abuse“) leiden. Dies umfasst auch die Präsentation wichtiger Informationsquellen und –ressourcen in einer sicheren Umgebung. Besonders erwähnenswert ist die enge Zusammenarbeit mit professionell ausgebildeten Beratern in diesem Feld sowie die Entwicklung von Services, mittels derer die Bevölkerung in Surrey ein erhöhtes und stärkeres Bewusstsein für den Umfang von Missbrauch entwickeln soll. Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Angebote:

  • „Information through specialised book stock, covering all aspects of domestic abuse, dispersed across the county for discretion as well as ease of reservation, and dedicated web pages and signposting to other local and national services.
  • Events  for residents experiencing domestic abuse, including self-esteem workshops, poetry sessions run with a local survivors support group, and a poetry and art session run with the local youth support group service.
  • A domestic abuse survivors reading group.
  • e-book readers and e-book downloading training for refuge residents.
  • Awareness of the services offered to those experiencing or who have experienced domestic abuse and the professionals working with them, forging links between the library service with the police, borough and district councils, Crimestoppers and the Surrey and Sussex Probation Service.
  • Increasing awareness of domestic abuse amongst County Council staff.“

Weitere Projekte aus der „Shortlist“:

Dementia Friendly Libraries in Kent
Kent County Council Libraries, Registration and Archives
„In partnership with Alzheimer’s Society, Dementia UK, Age Concern and others, Kent County Council, Registration and Archives have developed an innovative offer to help people living with dementia and their carers. These include their ‘Read Aloud’ and ‘Pictures to Share’ sessions, helping to stimulate memory and provide enjoyment. They have worked with Kent Gateways to develop a substantial library offer, to provide information and signposting, to train staff and volunteers and to raise awareness of dementia in Kent and beyond.“

„Reading and You“: Kirklees Libraries and Information Centres
„Bibliotherapy is the use of fiction and poetry to support and increase positive outcomes for people with mental health and wellbeing issues. Reading and You works in libraries, hospitals and community organisation’s premises to highlight the value of reading and libraries to inspire and engage with those who may be difficult to reach due to mental ill health. They help those suffering from depression, bi polar disorder, psychoses such as schizophrenia, dementia and people with drug and alcohol addiction.“

Link: http://www.cilip.org.uk/news-media/Pages/news130703a.aspx

Beitrag von Andreas Mittrowann

Kleiner IFLA-Rückblick (6): Martin Julius V. Perez und Mariel R. Templanza, „Local Studies Centers“

Die Philippinen können auf eine reiche und wechselhafte Geschichte zurückblicken, die unter anderem durch spanische, US-amerikanische und japanische Besetzungen sowie die Unabhängigkeit seit dem Jahr 1946 geprägt wurde. Martin Julius V. Perez und Mariel R. Templanza – die Gewinner des von der ekz.bibliotheksservice GmbH gesponserten IFLA LIS Student Awards – konnten mit Unterstützung der Award-Partner von den Philippinen nach Helsinki fliegen und dort über ihre Arbeit zu „Local Studies Centers“ berichten.

Bei diesen Zentren handelt es sich um eine Kombination aus Bibliothek, Museum und Archiv, die sich der Bewahrung der regionalen Geschichte und der kulturellen Errungenschaften verschrieben haben. Die qualitative Untersuchung der beiden Kollegen bestand in Literatursichtung, persönlichen Besuchen vor Ort sowie der Durchführung von Fallstudien in drei philippinischen Regionen mit dem Ziel, die Wirkung der Zentren zu evaluieren. Im Fokus der Untersuchung standen drei Forschungsfragen:

1. What are the characteristics and status of local studies centers in the Philippines?
2. What are the contributions of local studies centers to history, culture and heritage studies in the Philippines?
3. What is/are the impact/s of these contributions of local studies centers to history,
culture and heritage studies in the Philippines?

Als konkreter Effekt auf die Praxis war darüber hinaus die Formulierung von Empfehlungen für die erfolgreiche Arbeit von Local Studies Centers erwünscht. Im Ergebnis konnte insbesondere vor dem Hintergrund der Fallstudien der Einfluss der Regional- und Heimatzentren auf Geschichte und Kulturerbe klar nachgewiesen werden, obwohl sie in der untersuchten Form erst seit 1975 existieren. Die Autoren empfehlen abschließend unter anderem:

–    Eine systematische, geographisch durchdachte Planung der Zentren
–    Die Entwicklung eines durchdachten, effektiven Marketings
–    Bereitstellung ausreichender Ressourcen
–    Weitergehende Forschung zu Regional- und Heimatzentren.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Kooperation von Bibliotheken in Deutschland mit Schulen und Volkshochschulen sowie Stadtarchiven und Museen war der Vortrag besonders interessant.

Link: http://conference.ifla.org/sites/default/files/files/papers/wlic2012/180-perez-en.pdf

Beitrag von Andreas Mittrowann

Kleiner IFLA-Rückblick (5): Rebecca Hope Renard, DC Public Library – „Jugend202“

In den Vereinigten Staaten spielen Telefonvorwahlen eine deutlich größere Rolle für die Identifikation mit der eigenen Stadt als in Deutschland. Kein Wunder also, dass ein Jugendprojekt in Washington DC die lokale Vorwahl „202“ zum Bestandteil des Projektnamens machte. Das Multimediaprojekt „Youth202“ der Washington Public Library wurde im Rahmen eines Sommerprogramms für Teenager im Jahr 2010 „geboren“ und hat sich zum Ziel gesetzt, Jugendliche bei der Schaffung ihrer eigenen Inhalte und einer damit entstehenden Wissenswelt zu unterstützen. Im Zentrum steht dabei die Website http://www.youth202.org, zum Gesamtprojekt gehören aber auch ein Twitter-Feed und ein von den Jugendlichen gestaltetes Radioprogramm.

Natürlich sind die entsprechenden Inhalte entscheidend für den Projekterfolg:

  • Veranstaltungskalender für Jugendliche,
  • Angebote für Arbeitsplätze, Voluntariate, Praktika und Nachmittagsbetreuung,
  • Verknüpfungen mit Bibliotheksservices zur Hausaufgabenhilfe und entsprechende Datenbanken,
  • Rezensionen zu Büchern, Musik, Filmen und Spielen, die ausschließlich von Jugendlichen geschrieben wurden,
  • Links zu regionalen Beratungsangeboten und entsprechenden Onlinequellen bei familiären oder persönlichen Problemen,
  • Einer regelmäßigen Beratungskolumne (“Fragen Sie….”),
  • Volltextsuche und Tag Cloud für das schnelle Finden der gewünschten Inhalte.

Die Kollegin hat während ihres Vortrages besonders betont, dass diese Angebote eine wichtige Lücke füllen, denn die meisten Informationsangebote richten sich an Erwachsene. Die Bibliothek hat das Projekt insbesondere durch ein Schulungsprogramm für die Jugendlichen begleitet, in dem die wesentlichen Prinzipien für die Informationsvermittlung trainiert wurden. Im Mittelpunkt stand dabei die RADCAB-Methode.

Rebecca Hope Renard ist Pädagogin und hat sich bereits intensiv in ihrer Vergangenheit mit Multimediapädagogik beschäftigt. Es handelt sich offensichtlich um eine Initiative mit vielen Beteiligten, die ein hohes Maß an Vernetzung erforderlich macht, aber es lohnt sich:

„By pairing youth with adult library and community media professionals who are skilled in working with teens and who are experts in the information and media fields, Youth202 supports teens’ youth development needs, while developing their 21st century literacy
skills. With our community partner, Radio Rootz, a non-profit organization specializing in youth radio, teens are trained in research, information analysis, digital audio production, interviewing, online writing, “cyber-marketing”, and a host of other skills,
while working collaboratively to create content that they share with their peers.“

Link: http://conference.ifla.org/sites/default/files/files/papers/wlic2012/141-renard-en.pdf

Beitrag von Andreas Mittrowann

Weltkongress der Bibliotheken mit mehr als 3000 Teilnehmern

Vom 11. bis zum 17. August fand unter dem Motto „Libraries Now! – Inspiring – Surprising – Empowering“ im finnischen Helsinki der 78. Weltkongress der Bibliotheken statt. Der Veranstalter International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA) zeigte sich zufrieden mit der Akzeptanz: Präsidentin Ingrid Parent sprach in der Generalversammlung von mehr als 3000 Teilnehmern. In weit über 200 „Sessions“ stellte der Weltverband die Vielfalt der globalen Bibliothekswelt unter Beweis: Leseförderung, multikulturelle Bibliotheksarbeit, digitale Projekte, wissenschaftliche Literaturversorgung im 21. Jahrhundert, neue Standards für Metadaten, Bildungsförderung durch Gefängnisbibliotheken, Bibliotheksarbeit für Obdachlose oder die Bibliothek als Ort waren nur einige der Themen. Nachhaltige Eindrücke haben neben anderen die folgenden Vorträge beim Autor hinterlassen:

Im Rahmen des Kongresses verlieh die Bill and Melinda Gates Foundation erneut den „Access to Learning Award„, mit dem in diesem Jahr die Community Technology Centers in der Dominikanischen Republik ausgezeichnet wurden.

Die Stimmung im durchweg sonnigen Helsinki war überaus positiv und die finnischen Kollegen organisierten die Veranstaltung mit höchster Professionalität.  Auf Wiedersehen 2013 in Singapur! Der IFLA-Kongress 2014 wird übrigens im französischen Lyon stattfinden.

Link: http://conference.ifla.org/ifla78

Beitrag von Andreas Mittrowann

Finalisten des „Libraries Changes Lives Award“ bekannt gegeben

Das britische Chartered Institute of Libraries and Information Professionals (CILIP) hat die Finalisten für seine begehrte jährliche Preisvergabe herausragender Bibliotheksprojekte angekündigt:

  • Das NEALIS-Projekt (North East Accessible Library and Information Services)
 stellt verbesserte Bibliotheksleistungen für blinde und sehbehinderte Menschen in Nordostengland zur Verfügung.
  • Making the Difference: Opportunities for Adults With Learning Disabilities (Kent Libraries and Archives) ist eine Initiative, um Menschen mit Lernbehinderungen in die Bibliothek und ihre Angebote zu integrieren und ihnen somit ein aktiveres Leben in ihrer Kommune zu ermöglichen.
  • Das Projekt „Our Tyneside & The History Club (Newcastle City Libraries)“ engagiert sich für Menschen mit Lernschwierigkeiten durch praktische, kompetenzfördernde Aktivitäten im Bibliotheksumfeld.

Videos mit den konkreten Initiativen der Finalisten können hier eingesehen werden.

Linda Constable, Senior Manager des Kundenservice der Bibliotheken in Dorset und Vorsitzende der Jury, äußerte sich auf der CILIP-Website zu den Finalisten: „Auf ihre jeweils sehr unterschiedliche Weise haben alle drei Projekte der letzten Vorauswahl einen riesigen Einfluss auf das Leben benachteiligter Menschen in ihrer Kommune gehabt. In diesen schwierigen Zeiten, in denen der Wert von Bibliotheken permanent hinterfragt wird, lassen diese Projekte keinen Zweifel an der Tatsache, dass Bibliotheken ein Leben definitiv verändern können.“

Link: http://www.cilip.org.uk/news-media/Pages/news110608b.aspx

Beitrag von Andreas Mittrowann

 

USA: Bibliotheken und Kommunen als Partner für Nachhaltigkeit

Das US-amerikanische Urban Libraries Council hat jetzt einen Report mit dem Titel Partners for the Future: Public Libraries and Local Governments Creating Sustainable Communitiesveröffentlicht. Der Bericht enthält zahlreiche Beispiele dafür, wie Ökonomie, Ökologie und soziale Gerechtigkeit zusammengebracht werden können, um für die Bürger einen nachhaltigen Nutzen zu erzeugen. Die 36-seitige Publikation widmet sich in fünf Kapiteln den Schwerpunktthemen „Local Government and Libraries“, „Economic Prosperity“, „Environmental Sustainability“, „Social Equity“ und „Sustainability Partnerships“.

Um das Thema möglichst anschaulich darzustellen, werden konkrete Beispiele mit Zitaten von Entscheidern aus verschiedenen Kommunen und Landkreisen genannt, unter anderem aus New Haven (Connecticut), Boulder (Colorado) und dem Multnomah County (Oregon). Der Bericht schließt mit sieben Empfehlungen für interessierte Bibliotheken ab:

  • Reach out to the local government(s) that the library system serves to support sustainability action plans
  • Demonstrate how the library can help achieve local government priorities
  • Document success
  • Become an advocate for the cities and counties the library serves
  • Leverage library capacities to support local sustainability goals
  • Listen to the community with a sustainability ear
  • Be a sustainability model

Das Dokument kann unter dem folgenden Link kostenlos heruntergeladen werden.

Link: http://urbanlibraries.org/displaycommon.cfm?an=1&subarticlenbr=553

Beitrag von Andreas Mittrowann

Australische Bibliothekspreise verliehen

Die Australian Library and Information Association ALIA hat ihre diesjährigen „Library Stars“ an ausgewählte Bibliotheken übergeben. Im Bereich „Kinder und frühe Leseerziehung“ haben die City of Greater Dandenong Libraries im Bundesstaat Victoria den Preis für ihre Aktivitäten zur multikulturellen Leseförderung erhalten – dazu gehören ein „Outreach-Program“ der Bibliothek mit Aktivitäten für junge Familien und zahlreiche Initiativen für Kleinst- und Kleinkinder, unter anderem mit Unterstützung durch zweisprachige Materialien. Der ACT Library and Information Service, die Northern Territory Library und die State Libraries of New South Wales, Queensland, South Australia, Victoria und Western Australia wurden für ihr Portal “MyLanguage” geehrt, das den Zugang zu Informationen in mehr als 60 Sprachen anbietet.

Weitere Gewinner sind die Logan City Council Libraries in Queensland zum Thema “Soziale Integration” sowie der Hills Shire Library Service in New South Wales zu „Gesundheit und Altern“: Dort wurde gemeinsam mit weiteren Partnern das „Festival of Active Living“ gegründet, das über den Verlauf von drei Tagen für die Teilnehmer Möglichkeiten zur Entwickung neuer Fähigkeiten und der Vernetzung mit anderen Bürgern bot.

Link: http://www.alia.org.au/governance/committees/public.libraries/librarystars2010/summary.winning.entries.html

Beitrag von Andreas Mittrowann

Irland: Bericht zur Kooperation von Bibliothek und Schule

Das Irish Library Council hat am 25. August den Bericht “The Public Library and the School: Policies and Prospects for Library Services to Primary Schools in Ireland” veröffentlicht. Das Dokument ist das Ergebnis eines umfangreichen Rechercheprojektes, an dem die bibliothekarischen Kolleginnen und Kollegen aus Stadt- und Kreisbibliotheken sowie Schulleiter/innen und Lehrkräfte  aus Kerry, Wicklow, Dublin und Wexford teilgenommen haben.

Ziel des Berichtes war es, die bestehenden Bibliotheksservices für Grundschulen zu untersuchen und Wege zur Verbesserung aufzuzeigen. Der Report schließt mit einer umfangreichen Analyse und Empfehlungen, daraus hier ein paar Zitate:

  • „The Schools Library Service (SLS) as delivered by the public library service internationally is a core element within education provision.“
  • „Provision of school library services to primary education in the Republic of Ireland is in line with international practice, in so far as public libraries are an integral partner with education and other bodies, regardless of the delivery model adopted.“
  • „There is currently no joint national policy on a SLS in the Republic of Ireland, although through its funding support for the SLS from 1971 to 2008 inclusive, the DES [Department of Education and Science, d. Verf.] has recognised the need for provision of a library service to schools.“
  • „A national SLS policy should clearly define the role of the public library system in supporting primary and secondary education and would require joint coordination at policy and senior levels […]“

Link zum Report: http://www.library.ie/2010/08/25/the-public-library-and-the-school-report-launched/

Beitrag von Andreas Mittrowann

Sieben Wege zur Partnerschaft zwischen Kommunen und Bibliotheken

Die in den USA beheimatete International City/County Management Organization (ICMA) hat in 2009 insgesamt neun Zuschüsse für Innovationsprojekte zwischen Kommunen und Bibliotheken vergeben. Ziel war es dabei laut Website der ICMA, die Bedeutung der Partnerschaft zwischen (kommunalen) Managern und Bibliothekaren anzuerkennen und dabei gleichzeitig den Wandel zu befördern. Anlässlich der vom 7. bis 11. April stattfindenden „Library Week“ wurden als Ergebnis aus dem Projekt nun sieben Lektionen veröffentlicht, die von den Beteiligten aus dem Projekt formuliert worden sind. Dazu gehören unter anderem die Beteiligung der Bibliotheksverantwortlichen bei kommunalen Entscheidungsprozessen, das Bilden gemeinsamer Partnerschaften, das Annehmen kultureller Unterschiede sowie das Begrüßen von Innovationen.

Der Artikel ist geprägt von großer Anerkennung für die Arbeit der Bibliotheken und unterstreicht, dass die Rolle der Bibliotheken in den Kommunen stetig wächst. Gerade die momentane Rezession mache es notwendig, das Potenzial bibliothekarischer Dienstleistungen in Bereichen wie dem Internet, öffentlicher Sicherheit oder wirtschaftlicher Entwicklung zu befördern. Ergänzend zum Artikel können YouTube-Videos mit den Preisträgern zur weiteren Information genutzt werden. Die ICMA wurde 1914 gegründet und hat knapp 9000 Mitglieder. Auch dieses Projekt wurde von der Bill and Melinda Gates Foundation unterstützt, die ihre Förderprogramme für Bibliotheken offensichtlich ausweitet. Auch wenn die ICMA als Personenverband nicht direkt vergleichbar mit dem Deutschen Städtetag oder dem Städte- und Gemeindebund ist: Dass sich eine so große kommunal orientierte Organisation so klar und deutlich für Bibliotheken engagiert, ist außerordentlich erfreulich – gleichzeitig wäre es wünschenswert, ähnliche Projekte und ein ähnliches Engagement kommunaler Verantwortlicher für Bibliotheken auch in Deutschland zu sehen.

Link: http://icma.org/main/ns.asp?rss=1&category=&hsid=1&nsid=5280&t=0

Beitrag von Andreas Mittrowann