Archiv der Kategorie: Bibliothek: Bestand

Mehr Raum, mehr Licht, mehr Interaktion: neue Bibliotheksfilialen in Boston und Philadelphia

Das Finanzierungssystem öffentlicher Bibliotheken in den USA unterscheidet sich grundlegend vom dem in Deutschland – durch Abstimmungen der Bürger*innen über eine entsprechende Erhöhung der Grundsteuer können insbesondere in Großstädten oft Renovierungsumfänge und -zyklen realisiert werden, die aus europäischer Sicht eher ungewöhnlich sind. Ende der 90er Jahre besuchte ich mit einem Team eine Reihe von Zweigstellen im King County im Staat Washington. Bei einer der Filialen hieß es dann bei der Ankunft „This is our oldest one“. „How old is it?“ fragten wir. „Already seven years old“, so die Antwort.

Typisch für die USA sind daher immer wieder großangelegte Renovierungsprojekte in diesem Bereich, so auch momentan in Boston und Phildadelphia. Aktuell wird beispielsweise die Dudley Branch der Boston Public Library für 14,7 Mio. US-Dollar renoviert. Eine  offene und transparente Innenraumgestaltung mit mehr Möglichkeiten für die menschliche Interaktion soll die brutalistische Archtektur der späten 70er Jahre ablösen. Kernelemente werden ein Ernährungslabor, ein Multifunktionsraum mit audiovisueller Technologie sowie eine afrikanisch-amerikanische Mediensammlung sein: https://www.bostonglobe.com/metro/2017/10/21/dudley-library-branch-kicks-off-million-renovation/4seOgwCuvDIHcTgGQhP96N/story.html

Eine ähnliche Ausrichtung mit einem noch deutlich größeren Umfang hat die Renovierung von vier Zweigstellen in Philadelphia. Hier wird die Notwendigkeit einer grundlegenden Neupositionierung des Bibliothekssystems besonders deutlich bei einem Blick auf die Besucherzahlen: Diese sind von 13,8 Millionen im Jahr 2014 auf knapp zehn Millionen im Jahr 2017 gesunken. Was tun? Neben Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit gehört es zu den grundlegenden Zielsetzungen der Renovierung, die Transformation von einer Ausleihstation hin zu einem Treffpunkt in der Kommune zu gestalten. Auch hat man sich bei der Innenraumgestaltung stark an Firmen wie Apple oder  der Optikerkette Warby Parker orientiert. Ergebnis: Die neuen Filialen sollen eher Raumerlebnisse bieten und als„Clubhäuser“ fungieren. Zu den konkreten Maßnahmen im Zuge der Umgestaltung gehörten:

  • Stringente Anwendung der Prinzipien des Universal Design (http://universaldesign.ie/What-is-Universal-Design);
  • Schaffung einer Wohnzimmeratmosphäre durch Sitzgruppen und -ecken mit Cafeteria-Tischen;
  • leuchtende Farben;
  • Mehr Studien- und Gruppenräume;
  • Deutliche Reduzierung der Bestände und Regale;
  • Verlegung der Eingänge und Einsatz von mehr Fenstern und Glaselementen;
  • Einführung von Selbstverbuchung und Abschaffung der Ausleihtheken;
  • Verstärkung der Programmaktivitäten, bspw. Filmnächte, Gaming, Englischklassen für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.

Der finanzielle Aufwand für die Renovierung lag bei 28 Mio. Dollar, von denen 15 Mio. von der William Penn Foundation übernommen wurden. Bibliotheksdirektorin Siobhan Reardon – die im vorvergangenen Jahr die Auszeichnung „Librarian of the Year“ erhielt – zeigt sich sehr zufrieden mit den ersten Erfolgen. So konnte die im vergangenen Jahr nach der Renovierung neu eröffnete South Philadelphia Branch ihre Besucherzahl vervierfachen, auch durch die Kombination mit einem Gesundheitscenter. Die Zentrale der Free Philadelphia Public Library hat bereits im Jahr 2014 durch die Neueröffnung eines  Kochzentrums von sich reden gemacht.

http://www.philly.com/philly/columnists/inga_saffron/philly-free-library-modernizes-branches-elevators-reading-rooms-20171122.html

 

Beitrag von Andreas Mittrowann

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STEAM und STEM in öffentlichen Bibliotheken

Wissenschafts- und Technologieprojekte in Bibliotheken gewinnen weltweit immer mehr  an Bedeutung. Unter den Akronymen „STEAM“ (Science, Technology, Engineering, Art and Math) oder „STEM“ (Science, Technology, Engineering and Math) werden kontinuierlich neue Angebote eingeführt. So bieten beispielsweise drei Zweigstellen der Houston Public Library sogenannte „STEAM“-Kits für unterschiedliche Altersgruppen an. Dazu gehören Sets oder Boxen mit Mikroskopen, Teleskopen, Magneten, Exponaten zum menschlichen Körper oder Sets zur künstlerisch-handwerklichen Bildung wie Nähen, Origami oder Architektur.

Ziel dieser Projekte ist es, den Bildungsauftrag der öffentlichen Bibliotheken über das Feld der Medien hinaus auszuweiten und damit zu sichern. Einen guten Überblick über entsprechende Aktivitäten beispielsweise in Australien bietet Elisabeth Swan in ihrem Vortrag „STEM for Children in Public Libraries“, den sie im Rahmen einer Veranstaltung des Victorian Public Library Networks im Sommer 2016 hielt. Darin führt sie unter anderem aus: „My interest in STEM started when the Australian Chief Scientist issued his report Science, Technology, Engineering and Mathematics: Australia’s Future. Canberra, Australian Government, 2014 http://tinyurl.com/hy585p6

His report begins with these words:

  • The global economy is changing. New technologies and smart companies lead.
  • New industries and new sources of wealth are emerging.
  • New skills are required for workers at all levels.
  • Australians must decide whether we will be in the forefront of these changes or be left behind. We have a choice.“

Einen sehr guten Überblick zum Thema bieten auch die Quellen https://showmelibrarian.blogspot.de/p/all-things-steam.html sowie http://www.libraryasincubatorproject.org/?tag=steam

Auch auf der Tagung des bibliothekarischen Weltverbandes IFLA in Columbus/Ohio 2016 war das Thema präsent, unter anderem in diesem Vortrag: http://library.ifla.org/1360/1/080-allen-en.pdf.

Wer sich zu diesem Programmschwerpunkt öffentlicher Bibliotheken mit weltweiten Kollegen austauschen möchte, kann sich übrigens zur kommenden Konferenz „STEAM into Sydney“ anmelden, die von der Public Libraries Section der IFLA im März 2017 veranstaltet wird. Weitere Informationen dazu finden sich hier:  https://steamintosydney.wordpress.com/program.

Beitrag von Andreas Mittrowann

USA: 80.000 Schüler erhalten digitale Bibliotheksausweise

Um mehr Kinder zum Lesen zu bewegen, haben die Bibliotheken und Schulen im Anne Arundel County im Bundesstaat Maryland der USA 80.000 digitale Bibliotheksausweise ausgegeben. Im County wohnen insgesamt rund 500.000 Menschen. Die Ausweise ermöglichen es den Schülern, E-Books und andere digitale Medien auf Smartphones, Tablets und Computer herunterzuladen.

Bei den Inhalten handelt es sich vorwiegend um Online-Bibliotheken zur Fachrecherche („Online Research Libraries“) und E-Kurse, eine digitale Hausaufgabenhilfe sowie den Zugang zu Rosetta Stone, einem bekannten Anbieter von Sprachkursen.

http://goodereader.com/blog/digital-library-news/80000-students-receive-digital-library-card

Beitrag / Übersetzung: Andreas Mittrowann

 

Kanada: Edmonton Public Library mit digitalem Archiv für Lokalmusik

In den deutschen Öffentlichen Bibliotheken sind vielerots die Ausleihen mit Musik-CDs rückläufig,
da insbesondere jüngere Menschen Musik über YouTube oder Streamingdienste wie Spotify oder
Simfy hören. Firmen wie Apple und Amazon stehen mit ähnlichen Diensten in den Startlöchern.
Wie können Bibliotheken mit dieser Situation umgehen? Soll man künftig ganz auf ein CD-Angebot
verzichten oder vielleicht wie die Delfter Bibliothek in den Niederlandern lokale Spotify-Plätze anbieten?

Die Edmonton Public Library geht einen anderen Weg: Sie bietet ab Ende April die Musik
lokaler Bands und Künstler über einen kostenlosen Streamingdienst auf der Seite
http://www.capitalcityrecords.ca an. „Dies ist eine Gelegenheit für uns, um Vorteile aus einer coolen,
neuen Technologie zu ziehen die Menschen dabei unterstützen kann, sich mit kultureller Geschichte
in anregender Weise zu beschäftigen“, so Alex Carrtuhers, die bei der Edmonton Public
Library für „Digitale Spaces“ verantwortliche Bibliothekarin.

Bürger mit Bibliotheksausweis werden freien Zugriff auch auf die Möglichkeit zum Herunterladen
der Songs haben, während Nichtnutzer lediglich streamen dürfen. Musiker erhalten – je nach Länge
des Albums – bis zu 200 kanadische Dollars (rund 140 Euro). Auch die Toronto Public Library hat ein digitales Angebot lokaler Musik für ihre Kunden erarbeitet, weitere Informationen dazu finden sich hier.

Link: http://www.edmontonjournal.com/touch/story.html?id=10767915

Beitrag von Andreas Mittrowann

90 Prozent aller Stadtbibliotheken in den USA bieten E-Books an

Die American Libraries Association hat jetzt bestätigt, dass mittlerweile 90 Prozent aller öffentlichen Bibliotheken in den USA E-Books anbieten, verglichen mit noch 76 Prozent im Jahr 2012. Die Daten resultieren aus dem „ALA Digital Inclusion Survey„, der die Verfügbarkeit Ende 2013 abgefragt hatte und an dem sich rund 70 Prozent der Bibliotheken beteiligt hatten.

Weitere interessante Daten: 98 Prozent der Bibliotheken bieten kostenloses WLAN an und ebenfalls 98 Prozent offerieren Technologie-Trainings zu Themen wie Sicherheit im Internet oder der Nutzung sozialer Medien. ALA-Präsidentin Courtney Young kommentierte: „Ob es ein Kurs zur Internetsicherheit, ein Unternehmer auf der Suche nach potenziellen Kunden in einer Datenbank oder eine Gruppe zum Thema Erstellung digitaler Inhalte ist: Bibliotheken etablieren sich weiterhin als digitale Wegbereiter in ihren Kommunen. Diese Studie zeigt, wie kommunale Investitionen unseren Bibliotheken und ihren Kunden nützen und unsere Gemeinden voranbringen.“

Quelle: http://www.teleread.com/library/ala-finds-90-percent-u-s-libraries-now-lend-ebooks

Beitrag von Andreas Mittrowann

 

 

Großbritannien: E-Book-Ausleihe ein großer Erfolg für Bibliotheken und Verlage

Ein kürzlich in Großbritannien durchgeführtes Pilotprogramm zur E-Ausleihe zeigt deutliche Erfolge auch für den Verkauf von E-Books. Das Projekt wurde im März 2014 in vier Landesregionen durchgeführt. Dabei erhielten Bibliothekskunden Zugriff auf andernorts bisher nicht verfügbare digitale Verlagstitel inklusive der Neuerscheinungen.

Nach einem Bericht des Weblogs „Good E-Reader“ sind die Ergebnisse positiv und sehr ermutigend. So zeigen die Ergebnisse dieses Versuches und weitere Pilotprojekte, dass in Folge der E-Ausleihen auch die Verkaufszahlen der angebotenen E-Books steigen:

„In almost every aspect, these studies have shown that publishers benefit when their books are readily available for borrowing. The click through rate in library lending is fairly high, with many of the patrons purchasing titles before even finishing the book. As in the Sourcebooks experiment, sales of that author’s other titles – not related in a series to the title that was made available – also increased, as did his social media following as readers sought him out online.“

Link:
http://goodereader.com/blog/e-book-news/uk-ebook-lending-program-a-success-for-libraries-publishers

Beitrag von Andreas Mittrowann

 

Studie: Knapp 70 Prozent bleiben beim gedruckten Buch

Obwohl nach einer Meldung des Weblogs goodereader.com große US-amerikanische Verlage wie Penguin, Hachette oder Simon and Schuster bereits 24 Prozent ihrer Umsätze mit E-Books erzielen, sagen 70 Prozent der Verbraucher in den Vereinigten Staaten, dass sie das Lesen gedruckter Werke weiterhin bevorzugen werden. Grund ist die emotionale und haptische Bindung an das klassische Buch.

Quelle:
http://goodereader.com/blog/e-book-news/readers-resist-the-allure-of-ebooks?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=readers-resist-the-allure-of-ebooks

 

Licht im Dunkel: Bibliotheksneubauten in Großbritannien

Eine Studienreise im April 2013 in Großbritannien hat deutlich gemacht: Auch unter allgemein erschwerten Bedingungen sind moderne, zeitgemäße und konzeptionell überzeugende Bibliotheksneubauten möglich. Und von erschwerten Bedingungen kann man auf der britischen Insel momentan wahrhaftig sprechen: Phil Bradley, der Präsident des britischen Bibliotheksverbandes „Chartered Institute of Library and Information Specialists“ (CILIP) berichtete im persönlichen Gespräch, dass aktuell jeden Tag eine Buchhandlung auf der Insel schließt und insgesamt rund 600 Bibliotheken von der Schließung oder der Deprofessionalisierung bedroht sind, weil für Kernaufgaben keine Bibliothekare mehr eingestellt, sondern Freiwillige beschäftigt werden.

Trotz dieser bedrohlichen Situation gibt es aber auch Hoffnung: Der Verfasser konnte unter anderem gemeinsam mit dem „Library Service Network“ – einem lockeren, internationalen Verbund von Bibliotheksdienstleistern – die neue Bibliothekfiliale „The Shard“ („Die Scherbe“) in Birmingham besuchen. Der Name rührt von einer scharf aufragenden „Flosse“ am Gebäude her, die den „herausragenden“ Charakter der Einrichtung betont. Ziel dieses Projektes mit einer Investitionssumme von 1,9 Millionen Pfund war die Aufwertung des Stadtteils „Shard End Urban Village“ und die Steigerung der Lebensqualität nicht nur durch die helle, modern gestaltete Bibliothek, sondern auch durch das integrierte Beratungs- und Bürgerzentrum sowie das großzügige Raumangebot. Auffällig sind bei der Farbgestaltung die Verwendung von einem hohen Weißanteil in Kombination mit leuchtenden Farben – bis hin zur rosafarbenen Wand hinter der Verbuchungstheke. Bei den Regalen handelt es sich weitgehend um Schreinerarbeiten, die auf eine buchhandelsorientierte Vermittlung mit vorherrschender Frontalpräsentation abzielen, ergänzt um Computerlernplätze und vielen Designermöbeln. Der Anteil an Medien wurde zugunsten von Bürgerbüro, Caféteria, Lernplätzen und Gemeinschaftsräumen zurückgefahren – die Bibliothek versteht sich neben ihrer „eigentlichen“ Funktion gleichberechtigt als Stadtteilzentrum.

Sehr überzeugend wirkt ebenfalls „The Hive“ („Der Bienenstock“), die im letzten Jahr eröffnete Kombination aus Universitäts- und Stadtbibliothek in Worcester. Der goldfarben verkleidete, asymetrisch gestaltete Baukörper beherbergt ebenfalls ein Bürgerbüro, ein historisches Archiv sowie kombinierte Bestände für die Zielgruppen. Konkret wird bspw. der Bestand zum Thema „Geographie“ getrennt von ÖB und WB erworben, jedoch gemeinsam in einer Aufstellung nach Dewey Classification präsentiert. Mut zur Farbe und ein hoher Tageslichtanteil kennzeichnen die Verkehrsflächen und Gestaltungselemente, kombiniert mit zahlreichen Sitz- und Lernplätzen.  Somit entsteht insgesamt eine angenehme, offene Atmosphäre. Auffällig sind die Verbuchungs- bzw. Beratungstheken, die sich als Stehplätze mitten im Raum befinden und das „Nebeneinander“ von Kunde und Bibliotheksmitarbeiter/in fördern.

Überzeugende Bibliothekskonzepte und überzeugte kommunale Entscheider können also auch in Krisensituationen noch positive Leuchtturmprojekte und begeisterte Bürger hervorbringen.

Links:
http://www.bbc.co.uk/news/uk-england-birmingham-18365304
https://www.dropbox.com/sh/ofeie9sjvss9uis/eRFKHK1nJ8

http://www.thehiveworcester.org/
https://www.dropbox.com/sh/ofeie9sjvss9uis/eRFKHK1nJ8

Beitrag von Andreas Mittrowann

Australien: Grundsatzpapier zur E-Book-Ausleihe in Bibliotheken

Die „Australian Library and Information Association“ (ALIA) hat das 12seitige Grundsatzdokument „eBooks and eLending Issues“ veröffentlicht. Ziel der Publikation ist es, die aktuellen Rahmensetzungen für E-Books und die E-Ausleihe in Australien zusammenzufassen und darüber hinaus die Herausforderungen aufzuzeigen, denen Bibliotheken in diesem Kontext aktuell gegenüberstehen. Gleichzeitig bildete das Dokument die Grundlage für einen „Library Think Tank“ zu diesem Themenkomplex, der auf der Konferenz „ALIA Information Online“ am 15. Februar in Brisbane veranstaltet wurde sowie für den kommenden australischen Bibliotheksgipfel im März. Am Ende des Prozesses sollen Schlüsselprinzipien für die Verbreitung, die Nutzung und die Ausleihe von E-Books in australischen Bibliotheken festgelegt sein.

Hintergrund des Papiers ist das rasche Wachstum des E-Book-Marktes auch in Australien und natürlich die Tatsache, dass Bibliotheken ihre Arbeit auf den gleichberechtigten Zugang zu Informationen und Erzählungen begründen – unabhängig vom Medienformat. Es ist daher von grundlegender Bedeutung – so die Autorinnen und Autoren – dass Bibliotheken ihre Rolle und Position im neuen digitalen Umfeld definieren und festlegen, um für die Bürger weiterhin den unbeschränkten Zugang zu sichern.

Link zum Download:
http://www.alia.org.au/advocacy/Ebooks.and.Elending.Issues.Paper.v4.130107.pdf

Beitrag von Andreas Mittrowann

 

US-Studie: Bibliothekskunden wollen Bücher und Technologie

Eine neue Untersuchung des Pew Research Centers in den USA zeigt, dass der freie Zugang zu Technologien in Bibliotheken für Amerikaner ab 16 Jahren genauso wichtig ist wie Bücher und Auskunftsservice. Die Studie mit dem Titel “Library Services in the Digital Age” zeigt, dass 80 Prozent der mehr als 2200 Interviewten die Buchausleihe und die Beratung durch Bibliothekare als „sehr wichtig“ einstuften, während 77 Prozent dem Zugang zu PCs und dem Internet annähernd die gleiche Wichtigkeit beimaßen.

Mit 53 Prozent sagten mehr als die Hälfte der Befragten, die Bibliotheken sollten “definitiv” ein größere Auswahl von E-Books anbieten. 58 Prozent gaben darüber hinaus an, gern E-Reader mit bereits vorinstallierten E-Books ausleihen zu wollen. Auch Fortbildungen zum Herunterladen von E-Books auf mobile Geräte mit 57 Prozent und generelle Einführungen in mobile Lesegeräte mit 51 Prozent standen hoch im Kurs.

Larra Clark, Programdirektorin beim Office for Information Technology Policy an der American Library Association, führte dazu aus: “Dies ist eine unglaubliche Gelegenheit, unser Verständnis der öffentlichen Wahrnehmung und der Erwartungen an Bibliotheken im digitalen Zeitalter zu verbessern.”

Weitere Informationen und Link zum Download der Studie:
http://americanlibrariesmagazine.org/news/01222013/public-library-users-want-both-books-and-technology

Beitrag von Andreas Mittrowann