Archiv für den Monat September 2015

Internships in French libraries

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
gern geben wir die folgende Information unserer französischen Kollegen an Sie weiter:

„The Bpi (Bibliothèque publique d’information / Public information Library) and the French ministry of Culture offer internships at the Bpi or in French public libraries …. To apply for these internships „Profession Culture“ you need to read and speak French…

Les stages « Profession Culture », organisés par la Bibliothèque Publique d’Information (Bpi) sous l’égide du Ministère français de la Culture et de la Communication s’adressent à des bibliothécaires étrangers exerçant des responsabilités dans les bibliothèques publiques de leur pays d’origine.

Ils offrent la possibilité d’une formation pratique à travers un stage de 6 à 8 semaines, sur un thème proposé par le candidat et validé par la Bpi. Les stages ont lieu à la Bpi ou dans une bibliothèque publique française.

Ils ont pour but de former des professionnels étrangers mais se veulent aussi le point de départ de coopérations durables entre la Bpi ou les bibliothèques territoriales d’accueil et la bibliothèque d’origine du stagiaire.

Conditions et modalités

  • Les candidats doivent présenter un projet solide fondé sur l’échange de connaissances et de savoir-faire.
  • Les candidats doivent écrire et parler le français.
  • Le voyage est à la charge du candidat ou de son établissement d’origine. Il peut faire l’objet d’une demande auprès des services de coopération et d’action culturelle des ambassades de France.
  • L’hébergement et les transports en France sont financés par la Bpi.
  • Une bourse calculée sur la base de 1000€ par mois (soit le plus souvent 1500€ pour 6 semaines)
  • La couverture sociale (maladie, responsabilité civile, rapatriement) est prise en charge par la Bpi.

Pour postuler :

A message from:
Annie Dourlent
Déléguée à la coopération nationale et internationale – Head of national
and international cooperation Department

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Die Eroberung des Raums: drei internationale Beispiele zur Innengestaltung von Bibliotheken

Trotz der weltweit fortschreitenden Digitalisierung der Gesellschaft erhalten Bibliotheken als physische, nicht-kommerzielle Orte eine steigende Bedeutung. Was bewegt Bibliotheken und internationale Architekturbüros bei der Einrichtung und beim Design? Drei subjektiv ausgewählte, aktuelle Quellen zeigen Trends und Entwicklungslinien an:

  1. Die Online-Ausgabe von American Libraries zeigt mit dem Schwerpunkt „2015 Library Design Showcase“ neue Einrichtungen aus den USA. Neben sehr klassisch orientierten Beispielen aus wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken („Regale, Stühle, Tische“) wird bei der Sawyer Library des Williams College ein Akzent auf die Aufenthaltsqualität deutlich. Der Anbau eines historischen Gebäudeteils zeichnet sich durch luftige Strukturierung und dynamische Formen aus, in der Kombination mit hellem Holz und grünen Akzenten bei Teppichboden und Polstermöbeln wird hier die Aussage getroffen: „Lernen, Entspannen, anregen lassen“. Das Mitchell Park Library and Community Center zeigt durch leuchtend-blaue, großzügige Sofaflächen und entsprechende Teppiche seinen Anspruch als „öffentliches Wohnzimmer“. Die Main Library im Monroe County hingegen steht in der Fotoauswahl für den Trend hin zur kreativen Bibliothek: Ein digitales Tonstudio lädt zum Musizieren ein und bietet dabei gleichzeitig eine Teilantwort auf die Frage nach der Zukunft der Musikabteilung in Bibliotheken.
    Link: http://americanlibrariesmagazine.org/2015/09/01/2015-library-design-showcase/
  1. Das Feature „10 beautiful Canadian libraries“ in der Septemberausgabe des Canadian Geographic stellt den Aspekt der „neuen Bibliothekskathedralen“ in den Vordergrund. Vielerorts werden Bibliotheksneubauten heute für ein architektonisches Statement genutzt. Zur „ewigen Liste“ zählt hier schon länger die Vancouver Public Library mit ihrer Schneckenform und der großen Glaspassage, die auch gern schon mal für Hollywoodfilme genutzt wird. Besonders augenfällig ist die Halifax Central Library, die mit ihren gegeneinander verschobenen Stockwerk-Riegeln ein urbanes Statement setzt und durch innenlaufende Galerien sowie zeitgemäße Möblierung einen Wohlfühlcharakter vermittelt. Welche Wirkung auf die Stadtgesellschaft das lobenswerte, kommunale Engagement für diese neue Bibliothek erzeugt hat, zeigt dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=dg2qE5aebMo. Ein hervorragendes Beispiel für innovative Zweigstellenarchitektur bildet die Edmonton Public Library Jasper Place Branch.
  1. Eine „bibliotheksarchitektonische Disruption“ zeigt die Website „Weanthecolor“ mit der Einrichtungsrealisierung der Conarte Library im mexikanischen Monterrey durch die Designagentur Anagrama. Mission der Bibliothek: „The Conarte Library is known as the council for culture and art in the city of Monterrey, Mexico. The library stimulates artistic expression. In addition they support the preservation and enrichment of culture.“ Hier wurden die klassischen Regale gebogen und bis zur Decke hin über einer breiten Treppe in eine domartige Dachstruktur gebracht, die gleichzeitig schützend wirkt und dabei auch Bücher aufnimmt. Kontrastiert wird dies durch klare, weiße Präsentationsregale an den Wänden in einem anderen Gebäudeteil sowie rechteckige, langgezogene Regale im freien Raum. Link: http://weandthecolor.com/conarte-library-interior-design-concept-by-anagrama/58864

Alle genannten Beispiele zeigen, dass zeitgemäße Bibliotheksarchitektur sowie Innenraumgestaltung lebendig, dynamisch und durchaus anspruchsvolle Aufgaben sein können, die dann am erfolgreichsten gelöst werden, wenn sie aus einer engen Zusammenarbeit von Bibliothekaren und Architekten hervorgehen. Die Bürger sind jederzeit bereit, solche Ergebnisse mit einer hohen Besuchsfrequenz zu belohnen.

Beitrag von Andreas Mittrowann