Archiv für den Monat Dezember 2013

Studie: Knapp 70 Prozent bleiben beim gedruckten Buch

Obwohl nach einer Meldung des Weblogs goodereader.com große US-amerikanische Verlage wie Penguin, Hachette oder Simon and Schuster bereits 24 Prozent ihrer Umsätze mit E-Books erzielen, sagen 70 Prozent der Verbraucher in den Vereinigten Staaten, dass sie das Lesen gedruckter Werke weiterhin bevorzugen werden. Grund ist die emotionale und haptische Bindung an das klassische Buch.

Quelle:
http://goodereader.com/blog/e-book-news/readers-resist-the-allure-of-ebooks?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=readers-resist-the-allure-of-ebooks

 

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USA: Die Amerikaner lieben ihre Bibliotheken

Das Pew Research Center’s Internet Project hat wieder einmal interessante Aspekte der Bibliotheksnutzung in den USA aufgedeckt:

  • “95% of Americans agree that the materials and resources available at public libraries play an important role in giving everyone a chance to succeed.
  • 81% of Americans ages 16 and older say that public libraries provide many services people would have a hard time finding elsewhere.”

Quelle:
http://goodereader.com/blog/e-book-news/strong-news-about-library-use-by-pew-internet?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=strong-news-about-library-use-by-pew-internet

USA: Auch kleine Bibliotheken brauchen eine Strategie

Die Gemeinde Sandwich im US-Staat Massachussets ist die älteste auf der Halbinsel Cape Cod und zählt rund 21.000 Einwohner. Die dortige Stadtbibliothek hat im Rahmen eines Workshops jetzt einen Strategieprozess auf den Weg gebracht, über den die Website „wickedlocal.com“ berichtet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung mit zwölf Führungskräften aus der Gemeinde standen Fragen der neu entstehenden digitalen Technologien, zu aktuellen Informationstrends sowie zu Herausforderungen bei Fragen der Bibliotheksorganisation.

Neben der Analyse der aktuellen Bibliotheksangebote stand die Entwicklung einer adäquaten Zukunftsvision im Mittelpunkt der Diskussionen. Bibliotheksdirektorin Joanne Lamoths äußerte sich zum Bedarf der jungen Nutzer, die um die Jahrtausendwende herum geboren sind: Diese wollten „Zugriff auf Materialien und keinen Besitz“ – „Die größte Herausforderung von allen ist es, den Herausforderungen der Technologie sowie weiteren zu begegnen und relevant zu bleiben. Die Bürger kommen nicht mehr in die Bibliothek, um Dinge auszuleihen. Sie wollen lernen, gestalten und am öffentlichen Diskurs teilnehmen.“

Ob das klassische Buch bereits überflüssig ist, darüber gab es im Workshop kontroverse Meinungen, die einen Spiegel der aktuellen, weltweiten Mediendiskussion bildeten. Berater Steve Brown von Commonwealth Solutions sieht die Bibliothekszukunft in einer gelungenen Mischung von „Technologie und Menschlichkeit“, während Gemeinderat Patrick Ellis die Überzeugung vertrat, dass Menschen auch weiterhin traditionelle Medien in der Bibliothek suchen.

Der Workshop in Sandwich ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch kleine Bibliotheken den aktuellen, großen Herausforderungen mit einer durchdachten Strategie begegnen sollten.

Link:
http://www.wickedlocal.com/sandwich/news/x348811337/Technology-humanity-will-figure-in-Sandwich-library-s-future

Beitrag von Andreas Mittrowann