Archiv für den Monat Oktober 2013

Studie: E-Reader und Tablets fördern die Leseneigung

In einer von der Zeitung „USA Today“ und der Website „Bookish“ durchgeführten Befragung gaben 40 Prozent der Teilnehmer an, einen E-Reader oder Tablet-PC zu besitzen. Von dieser Teilmenge wiederum sagten 35 Prozent, dass sie seit dem Besitz ihres Gerätes mehr lesen. Bei den bevorzugten Lesestoffen nannten von dieser Gruppe 23 Prozent „Science-Fiction and Fantasy“, 16 Prozent „Mystery and Crime“ und 14 Prozent Sachbücher.

Die Gerätebesitzer lasen in den vergangenen 12 Monaten durchschnittlich 21 Bücher, während die Leser gedruckter Bücher im gleichen Zeitraum durchschnittlich bei 13 Titeln landeten.

Link: http://www.usatoday.com/story/life/books/2013/10/06/e-books-reading/2877471/

Beitrag von Andreas Mittrowann

 

Advertisements

Schweden für das Lesen

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet in ihrer heutigen Ausgabe auf Seite 12 unter der Überschrift „Der Norden liest“ von einer neuen schwedischen Offensive zur Leseförderung mit dem Namen „litteraturproposition“ („Literaturvorschlag“). Dabei handelt es sich um ein staatliches Programm im Umfang von rund 51 Millionen Kronen. Ausgangspunkt war dem Bericht nach eine Untersuchung zum Leseverhalten, nach der Lesekompetenz und Literaturkenntnisse als wichtige Kernfunktionen einer demokratischen Gesellschaft nicht hinreichend entwickelt sind.

Profitieren werden von dem Projekt unter anderem die Volkshochschulprogramme für Leseförderung sowie die Königliche Bibliothek, die bessere Zugänge für das E-Book schaffen soll. Besonders interessant aber ist eine Initiative, die zusätzlich zum „Literaturvorschlag“ beschlossen wurde. Faktisch handelt es sich um ein Bibliotheksgesetz, denn jede schwedische Kommune und jede Schule sind demnach nun verpflichtet, eine gebührenfreie Bibliothek zu unterhalten und gleichzeitig für eine optimale Kooperation der Institutionen untereinander zu sorgen.

Zitat aus dem Schluss der Artikels von Autor Stephan Opitz: „An gesellschaftlich gut begründetem Geldmangel in Bibliotheken, Literaturinstitutionen und Schulen mangelt es hierzulande gewiss nicht – man könnte sich deswegen die Papiere aus dem Norden ja mal anschauen.“

Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 7. Oktober 2013, Seite 12

Beitrag von Andreas Mittrowann