Archiv für den Monat August 2012

Kleiner IFLA-Rückblick (5): Rebecca Hope Renard, DC Public Library – „Jugend202“

In den Vereinigten Staaten spielen Telefonvorwahlen eine deutlich größere Rolle für die Identifikation mit der eigenen Stadt als in Deutschland. Kein Wunder also, dass ein Jugendprojekt in Washington DC die lokale Vorwahl „202“ zum Bestandteil des Projektnamens machte. Das Multimediaprojekt „Youth202“ der Washington Public Library wurde im Rahmen eines Sommerprogramms für Teenager im Jahr 2010 „geboren“ und hat sich zum Ziel gesetzt, Jugendliche bei der Schaffung ihrer eigenen Inhalte und einer damit entstehenden Wissenswelt zu unterstützen. Im Zentrum steht dabei die Website http://www.youth202.org, zum Gesamtprojekt gehören aber auch ein Twitter-Feed und ein von den Jugendlichen gestaltetes Radioprogramm.

Natürlich sind die entsprechenden Inhalte entscheidend für den Projekterfolg:

  • Veranstaltungskalender für Jugendliche,
  • Angebote für Arbeitsplätze, Voluntariate, Praktika und Nachmittagsbetreuung,
  • Verknüpfungen mit Bibliotheksservices zur Hausaufgabenhilfe und entsprechende Datenbanken,
  • Rezensionen zu Büchern, Musik, Filmen und Spielen, die ausschließlich von Jugendlichen geschrieben wurden,
  • Links zu regionalen Beratungsangeboten und entsprechenden Onlinequellen bei familiären oder persönlichen Problemen,
  • Einer regelmäßigen Beratungskolumne (“Fragen Sie….”),
  • Volltextsuche und Tag Cloud für das schnelle Finden der gewünschten Inhalte.

Die Kollegin hat während ihres Vortrages besonders betont, dass diese Angebote eine wichtige Lücke füllen, denn die meisten Informationsangebote richten sich an Erwachsene. Die Bibliothek hat das Projekt insbesondere durch ein Schulungsprogramm für die Jugendlichen begleitet, in dem die wesentlichen Prinzipien für die Informationsvermittlung trainiert wurden. Im Mittelpunkt stand dabei die RADCAB-Methode.

Rebecca Hope Renard ist Pädagogin und hat sich bereits intensiv in ihrer Vergangenheit mit Multimediapädagogik beschäftigt. Es handelt sich offensichtlich um eine Initiative mit vielen Beteiligten, die ein hohes Maß an Vernetzung erforderlich macht, aber es lohnt sich:

„By pairing youth with adult library and community media professionals who are skilled in working with teens and who are experts in the information and media fields, Youth202 supports teens’ youth development needs, while developing their 21st century literacy
skills. With our community partner, Radio Rootz, a non-profit organization specializing in youth radio, teens are trained in research, information analysis, digital audio production, interviewing, online writing, “cyber-marketing”, and a host of other skills,
while working collaboratively to create content that they share with their peers.“

Link: http://conference.ifla.org/sites/default/files/files/papers/wlic2012/141-renard-en.pdf

Beitrag von Andreas Mittrowann

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Kleiner IFLA-Rückblick (4): Judith Hare, Halifax Public Library: „Podcamp und soziale Medien“

Was macht man, wenn man ein schon etwas betagteres Bibliotheksgebäude sowie nur begrenzte finanzielle Möglichkeiten hat und trotzdem zur digitalen Avantgarde gehören möchte? Neben der Einführung digitaler Medien kann man ein „Podcamp“ veranstalten! Was das ist, erläuterte die kanadische Bibliotheksleiterin Judith Hare auf lebendige Weise in ihrem Vortrag.

Die Endung „camp“ deutet es bereits an: Hier haben wir es mit einer sogenannten „Unkonferenz“ zu tun, die sich schnell in den verschiedensten Branchen weltweit verbreitet hat. Jeder kann sich anmelden, jeder kann als Vortragender agieren, das Programm wird online im Vorfeld mit vielen Beteiligten oder vor Ort am Konferenztag zu Beginn der Veranstaltung gestrickt. Natürlich erfordert auch eine solche Form der Zusammenkunft eine gewisse Organisation. Die Programmvorbereitung erfolgte im Fall von Halifax über ein Wiki, die Anmeldung war online möglich. Mit Erfolg: Bei 300 Teilnehmern wurde die Anmeldeliste geschlossen und 150 weitere standen anschließend auf der Warteliste. Die Themen von Unkonferenzen drehen sich typischerweise um soziale Medien und das Web 2.0, müssen sich darauf aber nicht beschränken. Hier ein kleiner Ausschnitt aus Halifax:

  • Wie benimmt man sich auf Facebook?
  • Anleitung für Podcaster
  • „Lass Deinen Teenager wissen, dass Du ihn magst“
  • Sicherheit bei sozialen Medien
  • Programmierung in Java
  • Web Design

Die Rolle der Bibliothek bestand vornehmlich aus der Organisation wie beispielsweise einer Anmeldetheke und einem „Helpdesk“, der Herstellung von Namensschildern, dem Marketing für die Veranstaltung auf der Website der Bibliothek sowie der Bereitstellung von Ausstattung wie Beamern, PCs, Flipcharts, Tischen sowie Stühlen und Internetverbindungen. Mit diesem Konzept konnte die Bibliothek sehr viele lokale Sponsoringleistungen einwerben, die teilweise finanziell, teilweise aber auch durch Services wie Übernachtungen für externe Gäste, technisches Equipment, Werbemittel oder andere Ressourcen erbracht wurden.

Judith Hare schilderte begeistert die vielen Vorteile für die Bibliothek: Es wurden neue Zielgruppen erreicht, neue Partner gewonnen, neue Ideen für die Entwicklung der Bibliothek generiert und das Podcamp beflügelte außerdem bereits vorhandene Services der Bibliothek.

Link: http://podcamphalifax.ca/

Beitrag von Andreas Mittrowann

Kleiner IFLA-Rückblick (3): Elaine Ng, National Library Board Singapur – „Physische und digitale Bibliothek“

Der Staat Singapur hat sich zum Ziel gesetzt, eine „lernende Nation“ zu werden. Das Land steht einerseits nach westlicher Auffassung dem „Autoritarismus näher als einer Demokratie“ (Wikipedia), hat aber andererseits das enorme Bildungspotenzial von Bibliotheken erkannt und setzt dies konsequent um. Besonders früh hat man hier gesehen, dass Bibliotheken Bildung nicht nur über die angebotenen Medien, sondern auch über interaktive Exponate befördern können.

Unter dem Vortragtitel „Ein Spaziergang auf der Trennlinie zwischen physischen und digitalen Bibliotheksservices“ stellte Elaine Ng verschiedene Initiativen vor. Das Projekt „My Tree House“ ist ein Beispiel, mit dem die Langlebigkeit der Bibliothek als Ort unter Beweis gestellt wird. Bei diesem „Baumhaus“ handelt es sich um eine neue, „grüne Bibliothek“ in der öffentlichen Zentralbibliothek, die wiederum in der Nationalbibliothek beheimatet ist. Das neue Zentrum will durch ganzheitliche Gestaltung, Geräusche, Animationen und 70.000 Medien ein „Walderlebnis“ kreieren. Dabei kommen umweltschonende und nachhaltige Materialien sowie innovative Technologien zum Einsatz. Zielgruppe sind insbesondere Kinder und Jugendliche.
Link: http://sg.sg/Jo2bs4

Ein Beispiel für den virtuellen Bereich ist eine Initiative, um die digitale Generation als Freiwillige für die Bibliothek zu gewinnen. Dazu wurde das „NLB Volunteer Management Portal“ geschaffen. Interessenten können auf der Website alle Möglichkeiten einsehen, um die Bibliothek bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Konkrete Beispiele sind die Hilfe beim Auf- und Abbau von Ausstellungen, Kundenberatung zu den Exponaten von Ausstellungen, Fotoaufnahmen von Besuchergruppen, die Mitwirkung bei einem Projekt zur Sammlung und Aufbereitung von Geschichten über Singapur oder die Suche nach Vorlesern für die Kinderbibliothek. Interessierte Freiwillige können sich auf der Seite anmelden und gezielt für einzelne Aktivitäten registrieren.
Link: https://vms.nlb.gov.sg/MainServlet

Über die genannten Beispiele hinaus gab die Kollegin einen Ausblick auf die wichtigen Zukunftsentwicklungen für Bibliotheken:

  • Stärkere Präsenz der digitalen Dienstleistungen in den eigenen Räumlichkeiten
  • Prüfung der Möglichkeiten, die Bibliothek als Ort stärker in den öffentlichen, kommunalen Raum zu integrieren
  • Zusammenführung der Örtlichkeiten mit anderen Agenturen oder Institutionen, um den Nutzern ein „ganzheitliches Erlebnis“ anzubieten.

Als konkrete Beispiele stellte Elaine Ng aktuelle Planungen mit Touchscreens in der „Chinese Arts and Culture Public Library“ sowie Entwürfe für eine Parkbibliothek (mit Schwimmbad!) und Bauten mit Mischnutzung in neuen, öffentlichen Gebäudekomplexen vor. Sehr beeindruckend!

Beitrag von Andreas Mittrowann

Kleiner IFLA-Rückblick (2): Kurt Hirn – „Myllypuro Media Library Helsinki“

Im Rahmen des vergangenen IFLA-Kongresses stellte Kurt Hirn die Myllypuro Media Library vor. Die Bibliothek war 1997 ursprünglich als „Reading Room“ und recht kleine Nachbarschaftsbibliothek im Stadtteil Myllypuro gegründet worden. Im Zuge des technologischen Wandels wurde die Bibliothek grundlegend neu gestaltet – dabei war es auch ein wichtiges Ziel, digitale Spaltung und Nachteile bei der Versorgung sozial bedürftiger Stadtteile zu vermeiden.

Die Veränderung machen jetzt die neuen Angebote deutlich:

  • Die Bibliothek bietet jetzt nicht nur E-Zeitungen und E-Books an, sondern vermittelt dies auch aktiv an ihre Nutzer. Neben dem klassischen, stationären Bibliotheks-PC werden jetzt auch Notebooks, iPads und andere Tablet-PCs sowie E-Reader angeboten, verbunden mit entsprechenden Einführungen und Trainings.
  • Nutzer können jetzt auch Videokameras ausleihen, die entstandenen Filme dürfen im bibliothekseigenen Ton- und Videostudio oder auf „Media-Notebooks“ vor Ort bearbeitet werden.
  • Es werden zehn Samsung-Tablet-PC mit jeweils sechs vor-installierten E-Books ausgeliehen. Alle Geräte wurden von Firmen gesponsert. Ziel dieses Teilprojektes ist es, die Medienkompetenz der Nutzer zu erhöhen.
  • Die Bibliothek hat einen „Laptop-Club“ gegründet, in dem gegenseitiges Lernen mit neuen Medien ermöglicht werden soll
  • Im Sommer 2012 hat die Bibliothek gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt einen Workshop zum Thema „Skateboard-Videoaufnahmen und –bearbeitung“ durchgeführt.
  • Besonders beliebt ist das Angebot, alte Videokassetten in der Bibliothek zu digitalisieren und auf DVD zu brennen.
  • Zum Ausleihangebot der Bibliothek gehören jetzt auch Schrittzähler, Pulsmesser und diverse Kompasse

Erwähnenswert ist die Tatsache, dass ein enormes Umdenken und ein breit angelegtes Fortbildungsangebot für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bibliothek erforderlich waren und sind. Kurt Hirn dazu: „Since many traditional library skills are becoming insufficient it is necessary to try to find new ways for staff development. The aim of the Media Library is to serve as a learning environment also for the library staff in building new skills and competences.”

Link: http://conference.ifla.org/sites/default/files/files/papers/wlic2012/173-hirn-en.pdf

Beitrag von Andreas Mittrowann

Kleiner IFLA-Rückblick (1): Maija Berndtson – „Die Bibliothek der Zukunft gestalten“

Jede IFLA-Konferenz ist natürlich auch immer ein Marktplatz für bibliothekarische Zukunftskonzepte. In Helsinki stellte Bibliotheksleiterin Maija Berndtson die aktuellen Überlegungen zu einer neuen Zentralbibliothek für die finnische Hauptstadt vor. Sie bestritt die Veranstaltung unter dem Namen „Designing the Library of the Future“ gemeinsam mit Architekten für eine neue Fakultätsbibliothek sowie für die Renovierung der historischen Nationalbibliothek.

Der Architekturwettbewerb für das neue Haus hat bereits begonnen und im Jahr 2013 soll der Gewinner ausgezeichnet werden. Im besten Fall würde die neue Bibliothek 2017 zum hundertjährigen Jubiläum der finnischen Unabhängigkeit eröffnet.

Zu Beginn des Vortrages stellte die Direktorin die Mission der Bibliothek in den Mittelpunkt: “The library is an enricher of ideas and thoughts, where by sharing knowledge, skills and stories we together create a new civic society” – die Bibliothek also als Förderin der Bürgergesellschaft durch das Anreichern von Ideen und Gedanken sowie das Teilen von Wissen, Fähigkeiten und Geschichten. Was aber zeichnet die Bibliothek der Zukunft konkret aus? Dazu hatte Maija Berndtson verschiedene Thesen parat:

  • Der Kunde ist der „Macher“  – vom Medienkonsumenten zum Produzenten
  • Ein deutlich verschiedenartigeres Bibliothekspublikum als in der Vergangenheit
  • Die Bibliothek als kreative Umgebung für jedermann
  • Persönliche Beratung von Angesicht zu Angesicht
  • Die physische Form des Bibliotheksangebotes verliert seine Bedeutung
  • Neue Architektur für ein digitale Universum: Metadaten, Verfeinerung „offener Daten“, E-Books, Cloud Computing, Treffpunkt, nationale digitale Bibliothek, Schaffung neuen Wissens, hybride Medien, Ausstellungs- und Wissenszentrum, klassische Literatur sowie Musik und Filme, offenes Lernen
  • Die deutlich wachsende Bedeutung von Teamarbeit und Interaktion
  • Gleichzeitig steigende Bedeutung von Aktivitäten in geschützten Bereichen
  • Die zunehmende Wichtigkeit der Unterstützung sozialer Gleichberechtigung
  • Die Bibliothek als Ort und die persönliche Begegnung sind weiterhin bedeutsam
  • So unterschiedlich wie die Kunden werden auch die Angebote sein

Fazit: Neben einer deutlich veränderten Bibliotheksarchitektur ist eine veränderte Auffassung von der Bibliothek an sich notwendig – mit allen Konsequenzen für die Raumgestaltung, Angebot, Personalentwicklung und Kommunikation.

Link: http://www.helmet-kirjasto.fi/helsinki/annualreport2011/

Beitrag von Andreas Mittrowann

Weltkongress der Bibliotheken mit mehr als 3000 Teilnehmern

Vom 11. bis zum 17. August fand unter dem Motto „Libraries Now! – Inspiring – Surprising – Empowering“ im finnischen Helsinki der 78. Weltkongress der Bibliotheken statt. Der Veranstalter International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA) zeigte sich zufrieden mit der Akzeptanz: Präsidentin Ingrid Parent sprach in der Generalversammlung von mehr als 3000 Teilnehmern. In weit über 200 „Sessions“ stellte der Weltverband die Vielfalt der globalen Bibliothekswelt unter Beweis: Leseförderung, multikulturelle Bibliotheksarbeit, digitale Projekte, wissenschaftliche Literaturversorgung im 21. Jahrhundert, neue Standards für Metadaten, Bildungsförderung durch Gefängnisbibliotheken, Bibliotheksarbeit für Obdachlose oder die Bibliothek als Ort waren nur einige der Themen. Nachhaltige Eindrücke haben neben anderen die folgenden Vorträge beim Autor hinterlassen:

Im Rahmen des Kongresses verlieh die Bill and Melinda Gates Foundation erneut den „Access to Learning Award„, mit dem in diesem Jahr die Community Technology Centers in der Dominikanischen Republik ausgezeichnet wurden.

Die Stimmung im durchweg sonnigen Helsinki war überaus positiv und die finnischen Kollegen organisierten die Veranstaltung mit höchster Professionalität.  Auf Wiedersehen 2013 in Singapur! Der IFLA-Kongress 2014 wird übrigens im französischen Lyon stattfinden.

Link: http://conference.ifla.org/ifla78

Beitrag von Andreas Mittrowann

Entscheider in die Bibliothek!

Ihre lokalen Politiker interessieren sich nicht für die Stadtbibliothek? Die US-amerikanische Journalistin und Expertin für Bibliotheksmarketing Kathy Dempsey weist im Blog „The ‚M‘ Word – Marketing Libraries“ auf ein Webinar der American Library Association hin, das genau bei der eingangs gestellten Frage ansetzt: „Getting Decision Makers Into Your Library“ will Wege und Methoden aufzeigen, um die Entscheider auf die beste Art und Weise zu überzeugen:  Indem man sie in die Bibliothek holt.

Die Seminarbeschreibung weist auf Studien hin, nach denen persönliche Besuche vor Ort durch Entscheider klare Faktoren für den Bibliothekserfolg darstellen.  Kathy Dempsey nennt als konkretes Beispiel den Aufsatz „Inviting Legislators into School Libraries“, der hier abgerufen werden kann. Übrigens: Beim Lesen englischer Texte im Internet kann es sehr hilfreich sein, den Google Dienst „Translate“ zu nutzen. Wählen Sie einfach die zu übersetzende Sprache aus und kopieren die URL der betreffenden Seite in das entsprechende Feld – fertig. Zwar ist das Ergebnis nur begrenzt aussagekräftig, aber die wesentlichen Inhalte des Textes werden oft deutlich.

Zurück zum ALA-Webinar: Die Inhalte können Sie in hier in einem rund einstündigen Video nachträglich verfolgen.

Link: http://themwordblog.blogspot.de/2012/07/webinar-tomorrow-getting-decision.html

Beitrag von Andreas Mittrowann

Library Interior Design Awards

Die Website der International Interior Design Association präsentiert die diesjährigen Gewinner der Library Interior Design Awards. Dazu zählen unter anderen die „Julian Street Library“ der Princeton University in New Jersey, die „Anacostia Neighborhood Library“ in Washington D.C. und das „Woodruff Library Learning Commons” der Atlanta University in Georgia.

Zur Auszeichnung standen Einreichungen für öffentliche und wissenschaftliche sowie Spezialbibliotheken, die von einer mit „Design Professionals“ besetzten Jury bewertet wurden. Die Gewinner wurden auf der Jahreskonferenz der American Library Association in Anaheim im Juni ausgezeichnet.

Weitere aktuelle Beispiele zu Bibliotheksgestaltungen finden sich hier  und hier.
Alle Hinweise entnommen aus dem VÖB-Blog: http://www.univie.ac.at/voeb/blog/

Link: http://www.iida.org/content.cfm/ala-image-gallery

Beitrag von Andreas Mittrowann

E-Book-Petition in den USA

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Topeka & Shawnee County Public Library (Kansas, USA) haben eine Kampagne gestartet, um auf die zunehmenden Probleme bei der Lizensierung von E-Books für die Ausleihe in Bibliotheken hinzuweisen.

Auf der Website http://ebooksforlibraries.com können Bürger eine Petition unterzeichnen, um ihre Unterstützung für mehr E-Books in öffentlichen Bibliotheken deutlich zu machen. Die Website richtet sich explizit an die Verleger und enthält u. a. den folgenden Schlüsselsatz:

„As book lenders, libraries directly and indirectly encourage us to purchase books. We will still buy your ebooks, but we need libraries to help us discover, explore, and connect. We see libraries as your partners and we respectfully ask that you work with them.”

Hinweis entnommen aus dem Teleread-Blog: http://www.teleread.com/ebooks/want-more-ebooks-in-your-library-sign-the-petition

Link: http://ebooksforlibraries.com/

Beitrag von Andreas Mittrowann

Dänemark: Helsingör mit neuer Bibliothek

Die Stadtbibliothek im dänischen Helsingör hat vor kurzem ihre Neueröffnung in der „Kulturwerft“ gefeiert. Das historische Gebäude aus dem Jahr 1882 wurde um einen futuristisch anmutenden Stahl- und Glasanbau ergänzt, der die mehr als 1000 täglichen Besucher nun erwartet. Passend dazu werden entsprechende Öffnungszeiten angeboten:  Werktags täglich von 10.00 bis 21.00 Uhr sowie an Samstagen und Sonntagen von 10.00 bis 16.00 Uhr finden Besucher einen kostenlos entleihbaren Bestand von knapp 110.000 Medien vor, surfen auf Mac-Computern oder über das drahtlose Netzwerk mit ihren eigenen Geräten und können an der integrierten Konzertkasse ein Ticket erwerben.  Nicht nur die Bibliothek, sondern auch ein Werftmuseum sowie Räume für Tagungen und Seminare haben im Gebäude eine neue Heimat gefunden.

Die Innenausstattung setzt auf moderne Akzente und wie bei vielen aktuellen Neueinrichtungen von Bibliotheken wurden weiße Regale in Kombination mit Designer-Sitzmöbeln in rot und orange gewählt.  Besonders auffällig sind die asymetrisch gestaltete Treppensitzlandschaft für Lesungen und Veranstaltungen sowie runde Sitzhocker mit einer abgeflachten, in Form eines umgekehrten Trichters auslaufenden Stellfläche, die vielseitigen Sitz- und Bewegungsspaß verspricht.  Selbstverständlich gehören auch zeitgemäße RFID-Technologie sowie Veranstaltungen zum Service. Ein modernes, helles Café mit „schönen Aussichten“ rundet das neue Bibliothekserlebnis in Helsingör ab.

Fotoalbum auf Flickr: http://www.flickr.com/photos/bareblack/sets/72157627087690162/with/5889215354/

Link: http://www.helsbib.dk/biblioteker/hovedbiblioteket

Beitrag von Andreas Mittrowann nach einem Hinweis von Beate Detlefs aus Kopenhagen