Archiv für den Monat März 2012

Kanadische Bibliothekskonferenz gewinnt bekannte Persönlichkeiten

Die jährliche Bibliothekskonferenz der Canadian Library Association findet vom 30. Mai bis zum 2. Juni in Ottawa statt und kann sich 2012 mit bekannten kanadischen Journalisten und Buchautoren als Impulsredner schmücken. Evan Solomon, Rob Russo und Lawrence Martin gaben Zusagen für Beiträge zur Veranstaltung. Interessant dabei ist, dass die Beiträge von der Gewerkschaft „Canadian Union of Public Employees“ gesponsert werden.

Der Konferenz gehen „Pre-Conference Sessions“ voraus unter anderem zu den Themen „Advocacy“ – also das systematische Eintreten für Bibliotheksbelange –, Urheberrecht sowie Bibliothekskooperationen. Besonders spannend dürfte die Nachmittagsveranstaltung “CLA on the Hill – Advocacy Afternoon” auf dem Parliament Hill werden: Den Konferenzteilnehmern wird die Chance geboten, Mitglieder des Parlaments sowie Senatoren und ihre Mitarbeiter zu treffen und mit Ihnen die aktuellen Herausforderungen der Bibliothekswelt zu besprechen.

Die Veranstaltung selbst bietet das übliche, breit aufgestellte Konferenzprogramm, unter anderem mit Vorträgen zu den Themen

  • Community Impact: Transforming Lives through Libraries mit Troy Anderson, Customer Education Specialist bei Gale, part of Cengage Learning; Stephen Abram, Vice President, Strategic Markets and Partnerships, ebenfalls bei Gale und Nader Qaimari, Senior Vice President, Marketing, Cengage Learning,
  • Making a Lasting Impression: Building our Brand in our Branches mit Tina Thomas, Director, Marketing and Fund Development, Edmonton Public Library oder
  • E-Book Licensing: Sharing Best Practices and Imagining Future Strategies mit Tara Wong, Coordinator, Digital Services, Ottawa Public Library,  Colleen Neely, Head, Technical Services, Carleton University,  Louise White, Associate University Librarian (Marine, Music & Education) Memorial University of Newfoundland und Scott Wasinger, Senior Director of Sales, eBooks and Audiobooks bei EBSCO Publishing.

Weitere Informationen und das Gesamtprogramm finden sich hier:
http://bit.ly/H9m6qv und http://www.cla.ca/conference/2012/

Beitrag von Andreas Mittrowann

 

 

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New Orleans mit neuen Bibliotheken

Nicht nur die Stadt, sondern auch die Bibliotheken in New Orleans wurden von den Verwüstungen durch den Hurricane „Katrina“ im August 2005 in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt 13 Standorte wiesen schwere Schäden auf. Während fünf davon nach kurzer Zeit wieder eröffnet werden konnten, mussten sich die Bürger bei anderen Zweigstellen für lange Zeit mit Provisorien begnügen.

Jetzt aber gibt es gute Nachrichten, denn nun können fünf völlig neu gestaltete Filialen ihre Pforten für das Publikum öffnen. „Dies sind keine Bibliotheken, wie unsere Mütter und Väter sie kannten”, sagte Lee Reid, der Präsident des New Orleans Public Library Board. „Diese Bibliotheken sind an den aktuellen technischen Aufgabenstellungen und an den neuesten Bibliothekstrends ausgerichtet.“

Für die neuen Standorte wurden insgesamt 34 Millionen US-Dollar aus Fördermitteln investiert. Zu den Kennzeichen der Zweigstellen zählen Coffee Shops, Buchhandlungen, Wi-Fi Hotspots, Stationen zur Selbstverbuchung der Medien, Bereiche für Teenager und Veranstaltungsräume mit separatem Zugang.

Weitere Informationen:
http://www.nola.com/politics/index.ssf/2012/03/new_orleans_libraries_turn_ove.html

Beitrag von Andreas Mittrowann

Gedruckte Bücher bleiben für britische Studierende wichtigste Informationsquelle

Obwohl die meisten britischen Studenten mittlerweile E-Books nutzen, verlassen sie sich nicht auf das digitale Medium als einzige Informationsquelle. Gedrucktes Wissen repräsentiert weiterhin die wichtigste Schlüsselkomponente bei den Inhalten für mindestens zwei Drittel der Studierenden. Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse einer neuen Studie der zur Bowker-Gruppe gehörenden Firma BML. Die Untersuchung wurde im Dezember 2011 durchgeführt und zeigt einige wichtige Veränderungen seit dem Jahr 2003, in dem BML ein ähnlich gelagertes Forschungsvorhaben durchführte.

Demnach nutzen 88 Prozent der Studierenden gedruckte Bücher und Handouts der Lehrenden, ein Rückgang von 95 Prozent in 2003. Die Beliebtheit von Online-Journalen stieg von 66 auf 80 Prozent. Die Studie untersucht zudem die Zugangswege zu Information. So beziehen 48 Prozent der Studierenden gedruckte Materialien vorwiegend aus ihrer Bibliothek, der überwiegende Teil hingegen kauft Bücher neu oder gebraucht. 38 Prozent leihen auch E-Books in der Bibliothek aus, während nur 9 Prozent dieses Medium selber kaufen. Die Untersuchung soll künftig jährlich durchgeführt werden.

Quelle:
http://www.digitalbookworld.com/2012/uk-students-still-prefer-text-to-print-study-says/
Beitrag von Andreas Mittrowann

Weltkarte öffentlicher Bibliotheken

Die Kolleginnen und Kollegen vom Weblog „Nachrichten für Öffentliche Bibliotheken in NRW“ weisen mit Bezug auf den „dbv-Newsletter international“ in einem Beitrag auf die neue Weltkarte für Bibliotheken der „International Federation of Library Associations“ (IFLA) hin, die mit Unterstützung der Bill and Melinda Gates Foundation erstellt wurde.

Link: http://www.beyondaccesscampaign.org/2012/01/21/public-libraries-around-the-world/

Quelle: dbv-Newsletter International 2012 / 01-02

Via: http://oebib.wordpress.com/2012/03/17/weltkarte-offentlicher-bibliotheken/

Studie weist Zusammenhang von Schulbibliothekaren und Leseleistung nach

Eine neue Studie des „Library Research Services“ hat auf Basis von standardisierten Lesetests im US-Staat Colorado aus 2005 und 2011 einen Zusammenhang zwischen der Tätigkeit eines vollzeitbeschäftigten Schulbibliothekars bzw. einer -bibliothekarin und guten Leseleistungen bei den Schülern nachgewiesen: „There is a positive and statistically significant relationship between advanced reading levels and endorsed librarian staffing trends,“ so die Kernaussage der Untersuchung.

Demnach verbesserten 45 Prozent der Schüler der „Grades“ 3 bis 10 an Schulen, die eine/n Bibliothekar/in beschäftigen oder neu eingestellt hatten, ihre Leseleistung. Im Vergleich dazu konnten an Schulen ohne Bibliothekar/in nur 29 Prozent der Schüler ihre entsprechende Leistung verbessern.

Weitere Informationen:
http://www.schoollibraryjournal.com/slj/home/893803-312/full-time_school_librarians_linked_to.html.csp

Beitrag von Andreas Mittrowann

Bibliotheksnutzer sind Buchkäufer

Die Website „Digital Book World“ berichtet von einer Studie durch die Zeitschrift „Library Journal“ und die Firma Bowker, nach der ein signifikanter Anteil von Bibliotheksnutzern ihre Besuche dazu nutzen, um Bücher zu entdecken und sie anschließend zu kaufen.

Von 2000 befragten Bibliotheksnutzern in den USA kaufte ein Viertel anschließend das in der Bibliothek entdeckte Buch. Ein weiteres Viertel kaufte Bücher von Autoren, von denen Kenntnis durch einen Bibliotheksbesuch erlangt worden war. Bei besonders intensiven Nutzern lagen die Werte noch höher: Von ihnen kauften 40 Prozent anschließend das in der Bibliothek entdeckte Buch.

Quelle und weitere Informationen:
http://www.digitalbookworld.com/2012/library-patrons-buy-books-they-borrow-study-says/

Beitrag von Andreas Mittrowann