Archiv für den Monat Mai 2011

Warum Bibliotheken immer noch zählen

Die Online-Zeitschrift „Salon“ setzt sich in einem lesenswerten Themenschwerpunkt mit der Notwendigkeit und dem Wert von Bibliotheken auseinander, denn: „Public libraries across the nation and the globe now face drastic funding cuts from politicians and administrators who often claim that they’re obsolete.” Die vielen von „Slate“ aus den vergangenen Monaten zusammengestellten Beispiele zeigen, wie lebendig und bedeutsam die Bibliotheken im US-amerikanischen Alltag für die Bürger an jedem einzelnen Tag sind:

  • Ein Bericht zum 100. Jubiläum der New York Public Library am 23. Mai beschreibt die Einzigartigkeit der „Institution Bibliothek“, ihre Unterstützung und Förderung von Menschen, die sich keine E-Reader und keinen heimischen Internetanschluss leisten können, den „Ort Bibliothek“ mit seiner unverwechselbaren Atmosphäre sowie die simple Tatsache, dass nicht jeder Wissensinhalt über einen Bildschirm transportiert und nicht jedes Lernerlebnis digitalisiert werden kann – mögen es der Schreibtisch von Charlotte Brontë, eine Orginalausgabe von Shakespeare, ein interaktives Lernszenario oder die Hausaufgabenhilfe in der Bibliothek sein.
  • In Camden, New Jersey sollen alle Zweigbibliotheken geschlossen werden – Interviews mit Beteiligten und Betroffenen zeigen, auf welche Werte und welchen Bildungsnutzen die dortigen Bürger demnächst verzichten müssen.
  • Wie kommt der Leser zum Buch? In einem Artikel zeigt Laura Miller, wie wichtig immer noch die Empfehlung von Mensch zu Mensch unter Umgehung sämtlicher Empfehlungsalgorithmen ist.
  • Wie veändern sich die Bibliothek und ihre Kunden, wenn sich der Standort mitten in einem Einkaufszentrum befindet? Ein Beispiel aus Dallas zeigt die Explosion der Besucherzahl und der Nutzung, wenn Bibliotheken sich genau am richtigen Ort befinden.

Viele weitere Beispiele finden sich unter dem folgenden Link:
http://www.salon.com/books/libraries_and_librarians/?story=/books/la

Beitrag von Andreas Mittrowann

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US-Studie: Bibliotheken und Web 2.0

Der U.S.-amerikanische Library Research Service an der Colorado State University hat die Studie „U.S. Public Libraries and the Use of Web Technologies 2010” veröffentlicht. Demnach verfügen mittlerweile durchschnittlich rund ein Drittel aller öffentlichen Bibliotheken in den USA über einen Facebook-Account, in den Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern liegt dieser Wert bei 80 Prozent, während der in 2008 noch bei 11 Prozent lag. Demgegenüber haben sich die Nutzung der „klassischen“ Webmedien wie Homepages oder das Anbieten einer Chat-Auskunft nur unwesentlich gesteigert. So bieten durchschnittlich knapp 20 Prozent aller Bibliotheken eine Chat-Auskunft an, in Städten ab 100.000 Einwohnern liegt dieser Wert bei knapp 60 Prozent.

Der vollständige Bericht kann unter dem Link http://www.lrs.org/documents/web20/WebTech2010_CloserLookReport_Final.pdf abgerufen werden.

Quelle: http://www.lrs.org/news/2011/04/28/new-closer-look-report-u-s-public-libraries-and-the-use-of-web-technologies-2010/

Beitrag von Andreas Mittrowann