Archiv für den Monat Juli 2010

Globolibro jetzt bei Twitter

Auf neue Nachrichten aus der internationalen Bibliothekswelt weisen wir jetzt auch über unseren Twitter-Account hin. Unter http://twitter.com/globolibro finden Sie nicht nur Hinweise zu unseren aktuellen Blog-Beiträgen, sondern darüber hinaus auch weitere interessante Kurz-Informationen aus Bibliotheken weltweit.

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Britische Studie zu Schulbibliotheken

Das britische Chartered Institute of Library and Information Professionals (CILIP) stellt in einer aktuellen Studie fest, das die Kluft zwischen exzellenten und schlechten Schulbibliotheken immer größer wird. Über 1500 Bibliotheken wurden in die Befragung einbezogen, was unter anderem zu den folgenden Ergebnissen führte:

* 31 Prozent der Befragten gaben an, mit dem Bestand zufrieden zu sein, nur 15 Prozent waren mit den Websites und E-Publikationen zufrieden;

*  Zu viele Schulbibliotheken werden von unqualifiziertem Personal betreut;

* 32 Prozent der weiterführenden und 18 Prozent der Primarschulen berichten über Einschnitte in ihren Budgets.

Der Report mit dem Titel „School Libraries in the UK: a worthwile past, a difficult present  – and a transformed future?” kann unter dem u. a. Link abgerufen werden.

Link: http://www.cilip.org.uk/get-involved/special-interest-groups/school/Documents/strategic-school-libraries-report.pdf

Beitrag von Andreas Mittrowann

Schwedische Nationalbibliothek mit neuen Aufgaben

1300 Bibliotheken mit mehr als 70 Millionen Bibliotheksbesuchen pro Jahr: Rechzeitig zur diesjährigen Konferenz der International Federation of Library Associations (IFLA) im schwedischen Göteborg hat die Zeitschrift „Scandinavian Public Library Quarterly“ einen informativen Artikel zum öffentlichen Bibliothekswesen im skandinavischen Nachbarland veröffentlicht. Ein wichtiger Grund für den Beitrag ist auch die aktuelle Revision des „Library Service Act“ von 1996. Insgesamt werden in diesem Jahr mehr als 49 Millionen schwedische Kronen (5,16 Mio. Euro) an gesamtstaatlicher Unterstützung an die öffentlichen Bibliotheken fließen.  Es ist nun geplant, die Verantwortung für diese Mittel ab dem kommenden Jahr an die schwedische Nationalbibliothek zu delegieren und gleichzeitig einen Förderschwerpunkt auf die Kooperation zu legen – dabei sollen die besondere Bedeutung der Regionalbibliotheken berücksichtigt werden, die bereits seit den 1930er Jahren gesetzlich fundiert arbeiten. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der bibliothekarischen Arbeit soll auf die Aktivitäten zur Leseförderung gelegt werden.

Link: http://splq.info/issues/vol43_2/07.htm

Beitrag von Andreas Mittrowann

Studie: Buch versus E-Reader

Jakob Nielsen, der bekannte dänische Experte für die Gestaltungsfreundlichkeit von Webseiten, hat eine Studie zur Lesegeschwindigkeit bei E-Books und gedruckten Büchern durchgeführt. Nielsen ging dabei von der Erfahrung aus, dass die Leseerfahrung an PC-Bildschirmen eher negativ geprägt ist und stellte in den Mittelpunkt seiner aktuellen Untersuchung die Frage, ob sich bei aktuellen E-Readern wie dem Amazon Kindle oder Apple’s iPad eine Verbesserung hinsichtlich der Lesegeschwindigkeit ergeben hat. Ergebnis: Das gedruckte Buch bietet derzeit noch das beste Erlebnis bezüglich der erreichbaren Lesegeschwindigkeit. Auf iPads wird ein 6,2 Prozent geringeres Tempo als mit gedruckten Büchern erreicht, auf dem Amazon Kindle liegt die Lesegeschwindigkeit erstaunlicherweise und trotz der oft proklamierten besseren Lesefreundlichkeit durch die E-Ink-Technologie sogar noch um 10,2 Prozent niedriger als beim klassischen Buch. Nach ihren subjektiven Urteilen befragt, bemängelten die meisten Befragten das zu hohe Gewicht des iPad und die mangelnde Kontrastfähigkeit des Kindle-Bildschirms.

Link: http://www.useit.com/alertbox/ipad-kindle-reading.html

Beitrag von Andreas Mittrowann