Twittern in britischen Bibliotheken

Die britischen Bibliothekskolleginnen und -kollegen engagieren sich immer stärker im Rahmen des Kurznachrichtendienstes „Twitter“. Die Website „LibraryWeb“ wies jetzt auf die Liste „British Librarians on Twitter“ beim Service „TweepML“ hin, auf der bereits 171 bibliothekarische Kolleginnen und Kollegen verzeichnet sind. Die Bandbreite reicht dabei von Schulbibliothekaren über Kolleginnen aus dem Gesundheitswesen bis hin zur Leiterin der Digitalen Bibliothek an der University of Edinburgh.

Zusätzlich wird in einer weiteren Meldung auf den Dienst „ListLeagues“ Bezug genommen, in dem bereits mehr als 50 twitternde Bibliotheken in Großbritannien mit ihrem offiziellen „Tweet“ gelistet sind. Dazu zählen neben Manchester, Newscastle oder Edinburgh auch die bekannten Idea Stores sowie eine Bibliothek auf den Orkney Islands.

Link: http://tweepml.org/100-British-Librarians-on-Twitter/
Link: http://listleagues.com/ricaird/uk-public-libraries

Beitrag von Andreas Mittrowann

Japan, Skandinavien und das soziale Kapital

In der aktuellen Online-Ausgabe von Scandinavian Public Library Quartely berichtet Prof. Yuko Yoshida über den japanischen Bibliothekssektor und seinen persönlichen Blick auf die skandinavischen Bibliotheken. Er schildert zunächst in einem groben Überblick die Entwicklungen in seinem Heimatland seit den 60er Jahren und unterstreicht dabei, dass die wesentlichen Entwicklungsschritte vor allen Dingen auf eine Bürgerbewegung zurückzuführen sind, die sich für bessere Bibliotheken eingesetzt hat. Zu deren Zielen gehört es auch,  die Bibliothek als Ort des Lernen zu verankern. Hier sah Prof. Yoshida starke Parallelen zur Bibliotheksentwicklung in den skandinavischen Ländern und unternahm aus diesem Grund eine Studienreise in die nordischen Länder.

Von besonderer Bedeutung war dabei schließlich die gefundene Verbindung zwischen Bibliotheken und sozialer Entwicklung in der Gemeinde: „It should be noted that these projects create sound social capital constructing a network for social activities in the community in cooperation with local groups. Using local libraries as their bases, participants try to achieve empowerment and at the same time have feeling of belonging to community. These activities show the new model of citizens’ participation to public libraries.”

Prof. Yoshido ist Associate Professor an der Graduate School of Library, Information and Media Studies an der Universität von Tsukuba. Interessant ist auch sein Hinweis, dass in Japan seit 2003 private Organisationen das Management öffentlicher Institutionen übernehmen dürfen.

Link: http://splq.info/issues/vol42_4/09.htm

Beitrag von Andreas Mittrowann