Stadtbibliothek Stockholm eröffnet U-Bahn-Filiale

In der schwedischen Hauptstadt wurde in der vergangenen Woche im Stadtteil Högdalen die erste Filiale in einer U-Bahn eröffnet. Dabei handelt es sich allerdings um eine oberirdische Haltestelle, die pro Tag von rund 3000 Pendlern frequentiert wird. Auf 800 Quadratmetern werden Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, (digitale) Musik und andere Medien angeboten. Die Bibliothek ist mit einer Lounge kombiniert, die bereits morgens ab 7.00 Uhr geöffnet ist und in der auch Kaffee angeboten wird.

Mit diesem modernen Zweigstellenkonzept greifen die schwedischen Kolleginnen und Kollegen das bereits erfolgreich erprobte finnische Modell der „Library 10“ in Helsinki auf und kombinieren es mit der U-Bahn-Idee der spanischen Kollegen aus Madrid. Weitere Zweigstellen dieser Art sind geplant und auch in Brooklyn in den USA denkt man über ähnliche Projekte nach. Besonders clever scheint mir auch der strategische Aspekt dieses Vorhabens zu sein: Durch die gezielte Förderung von innovativen Zweigstellen-Konzepten wird von vornherein einer möglichen Kritik vorgebeugt, es würde viel zuviel in die Zentralbibliothek und den geplanten Anbau investiert. Bibliotheksdirektorin Inga Lundén hat damit einmal mehr bewiesen, das Stockholm zu den bibliothekarischen Hochs im Norden Europas gehört.

Link: http://www.dn.se/sthlm/premiar-for-t-bibblan-1.803127

Ein Beitrag von Andreas Mittrowann, verbunden mit einem herzlichen Dank an Martin Weigert für den Tipp!

4 Gedanken zu “Stadtbibliothek Stockholm eröffnet U-Bahn-Filiale

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