Archiv für den Monat Januar 2009

USA: Wettbewerb „StoryTubes“ gestartet

Noch bis zum 15. Februar können sich Schülerinnen und Schüler in den USA für den Wettbewerb „StoryTubes“ bewerben und auf einem selbst aufgenommenen, zweiminütigen Video ihre Leidenschaft für das Lesen dokumentieren. Ziel ist es, die Begeisterung junger Menschen vom Kindergartenalter bis zum US-amerikanischen „Grade 12“, also einem Alter bis ungefähr1 8 Jahren, auf diesem Wege öffentlich zu machen. Die fertigen Videos können nach YouTube oder TeacherTube hochgeladen werden. Die ersten 2.000 hochgeladenen Videos pro Region werden bei der jeweiligen Partnerbibliothek des Wettbewerbs begutachtet. Kriterien für die Auswahl sind unter anderem die individuelle Ausführung, die Qualität des Scripts sowie die jeweilige Kreativität.

Partner des Wettbewerbs sind diverse US-amerikanische Einzelbibliotheken und Verbünde. Eine exzellente Idee, um Leseförderung mit modernen Medien zu verbinden und so die zeitlose Freude am Lesen zu dokumentieren.

Link: http://www.storytubes.info/index.html

Beitrag von Andreas Mittrowann

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Mehr Bibliotheksnutzung durch die Krise?

In einem Interview mit der US-amerikanischen „Park Rapids Enterprise“ berichtet die Zweigstellenleiterin Becky Walpole von einer steigenden Bibliotheksnutzung, die offensichtlich von der ökonomischen Krise ausgelöst ist: „With unemployment on the rise, many head to the library to file claims and conduct job searches, said branch manager Becky Walpole. Some who are feeling the pinch have elected to abandon cell phones and the Internet. They head to the library to check e-mails. Others have given up satellite or cable television reception and are checking out DVDs.“

Die Gemeinde Park Rapids liegt im Hubbard County im Bundesstaat Minnesota und hat knapp 3.300 Einwohner.

Link: http://www.parkrapidsenterprise.com/articles/?id=14939

Beitrag von Andreas Mittrowann

England: Anleitung für Bibliothekskampagnen

Verantwortliche in Bibliotheken müssen sich in ihren Kommunen immer wieder die Frage nach dem Wert und dem Nutzen ihrer Institution stellen lassen. Der britische Verband für Bibliothekare CILIP bietet jetzt auf seinen Webseiten ein Werkzeug zur Planung von Bibliothekskampagnen an, das anhand von Leitfragen organisiert ist. Dazu gehören Aspekte wie

– das Ziel der Kampagne,

– die Entwicklung eines Aktionsplanes

– sowie eines entsprechenden vernetzten Umfeldes,

– Formulierung der richtigen, wirkungsvollen Botschaften,

– die Beeinflussung der Entscheider und anderer Akteure,

– die Evaluation der Kampagne.

Die weitergehenden Inhalte dieser Punkte sind allerdings nur den Mitgliedern von CILIP zugänglich, jedoch ist bereits das Lesen der recht ausführlichen Webseiten hilfreich. In einem weiteren Teil „Your Campaigning Successes“ beschreiben CILIP-Mitglieder die Erfolge, die sie in ihren Bibliotheken bereits mit dem Werkzeug erzielen konnten.

Link: http://www.cilip.org.uk/policyadvocacy/campaign/default.htm

Beitrag von Andreas Mittrowann

Online-Kurs zur ökologischen Bibliotheksplanung

Ökologische, soziale und ökonomische Faktoren veranlassen viele Bibliotheksplaner, Architekten und verantwortliche Bibliothekarinnen und Bibliothekare, sich sehr viel stärker mit Konzepten zur „Grünen Bibliothek“ zu beschäftigen. Welche praktischen Schritte müssen zur Realisierung gegangen werden? Wie ist das Verhältnis zwischen den aktuell erforderlichen Kosten und dem langfristigen Nutzen sowie zu den erwarteten Einsparungen?

Diese Fragen will der Live-Online-Kurs „The Green Library“ beantworten, der sowohl vom 5. bis 6. Februar als auch vom 25. bis 26. März 2009 in englischer Sprache durchgeführt wird. Die Kosten betragen 220 US-Dollar. Veranstalter ist das Southeastern Library Network SOLINET in Atlanta, Georgia (USA). Aus meiner Sicht ein zukunftsweisendes Thema, das mit einer zukunftsweisenden Technologie vermittelt wird.

Link: http://thegreenlibraryblog.blogspot.com/2009/01/live-online-greener-library.html

Beitrag von Andreas Mittrowann

Brooklyn plant neue Form von Filialsystem

Nate Hill, Projektmanager an der Brooklyn Public Library (NY, USA), beschreibt in seinem Blog Ideen und Planungen für ein neues System von Bibliotheksfilialen unter der Bezeichnung „Library Outposts„. Ziel ist es, relativ kleine und überschaubare Zweigstellen an strategisch optimalen Stellen in Einkaufszentren oder anderen wichtigen Stadtbereichen einzurichten, in denen Service, Kundenberatung, kostenloser WiFi-Zugang und digitale Bestände im Vordergrund stehen – nicht jedoch physische Medien, die aus der Zentralbibliothek via Online-Katalog bestellt werden können. Auch Veranstaltungen und Ausstellungen sollen dazu beitragen, den Fokus auf Dienstleistungen zu legen und weniger die klassische Vermittlung von ausleihbaren Medien in den Vordergrund zu rücken.

In einer Zeit, in der Schüler immer stärker digitale Quellen für ihre Hausaufgaben und Arbeiten nutzen und in der immer mehr gezielte Sachinformationen aus dem Netz oder digitalen Bibliotheken abgerufen werden, halte ich dieses Konzept für richtig und wegweisend – die wenigsten Informationsssuchenden sind sich darüber bewusst, dass es außer Google noch weit mehr nützliche Quellen für ihre Suche gibt. Das Angebot kann sicher durch einen überschaubaren Bestand von attraktiven physischen Medien wie Bestseller, Reiseführer oder Computer-Ratgeber ergänzt werden – im Vordergrund stehen allerdings die Aufenthaltsqualität (sicher optimal zu ergänzen durch ein professionell geführtes Café), schöne Sitz- und Präsentationsmöbel sowie – das wichtigste überhaupt – kompetente, freundliche Beratung und Betreuung.

Das Posting ist übrigens bereits im März 2008 veröffentlicht worden, hat aber durch den geplanten Auftritt von Nate Hill auf der NextLibrary-Konferenz in Arhus im Juni 2009 neue Aktualität erhalten. Nate Hill ist aktuell außerdem als Blog Co-Manager der US-amerikanischen Public Library Association tätig.

Link: http://natehill.wordpress.com/2008/03/15/library-outposts-a-new-service-model-for-urban-public-libraries/

Beitrag von Andreas Mittrowann, auf eine Anregung von June Garcia