US-amerikanisches Partnerkonzept in Spanien

Das US-amerikanische Urban Libraries Council (UCL) unterstützt die spanische Regierung beim Aufbau von Partnerkonzepten zwischen Kommunen und Bibliotheken. ULC-Präsident Martin Goméz und Ratsmitglied Rick Garcia aus Denver City haben über dieses Thema auf der spanischen Konferenz “El Segundo Encuentro Bibiliotecas y Municipio: Contruyendo un servicio público de calidad y accesible: la biblioteca municipal” am 15. November in Madrid gesprochen. Goméz und Garcia waren zu diesem Zweck eigens vom spanischen Kultusministerium eingeladen worden.

Die Veranstaltung ist dem US-Vorbild Partners for Successful Cities Conference nachgestaltet, in dem kommunale Entscheider und Bibliothekare zusammenkommen, um die Rolle der Bibliotheken in der Stadtentwicklung zu stärken. Denver ist dafür ein gutes Beispiel, siehe hierzu auch frühere Globolibro-Artikel zu Bibliotheksaktivitäten in Denver. Garcia und Goméz stellten auf der Konferenz insbesondere Beispiele erfolgreiche Zusammenarbeit aus der Publikation “Making Cities Stronger” vor (siehe hierzu auch https://globolibro.wordpress.com/2007/03/14/usa-der-beitrag-von-bibliotheken-zur-wirtschaftsentwicklung)

Link: http://www.urbanlibraries.org/oct292007spain.html

Beitrag von Andreas Mittrowann

Britische Bibliotheksideen auf Video

Auf der Website des Chartered Institute of Library and Information Professionals können jetzt die Videos der Finalisten des Wettbewerbes “Bibliotheken verändern Leben” abgerufen werden. Die Camden und Leicester Libraries stellen gemeinsam mit den London Libraries Development Agencies ihr Projekt “Welcome to your Library” vor, der Leeds School Library Service präsentiert sein Programm “Large” (Leeds Always Reading Group for Everyone) und die East Ayrshire Library zeigt Impressionen aus ihrer Initiative “Read Yourself Well“.

Der CILIP / LiS Libraries Change Lives Award hat das Ziel, gute Bibliothekspraxis herauszustellen und auszuzeichnen. Besondere Berücksichtigung finden Projekte, die Menschen zusammenbringen, Zielgruppen beteiligen, das Lesen und das Lernen fördern und Innovation sowie Vorstellungsvermögen demonstrieren.

Link: http://www.cilip.org.uk/aboutcilip/medalsandawards/LibrariesChangeLives/

Beitrag von Andreas Mittrowann

Tod dem Jargon

Wieder ist es Karen G. Schneider, die ich mit einem phantastischen Vortrag (“Death to Jargon”) zitieren muss! Ein Vortrag über Jargon – nicht nur den Bibliotheksjargon, den sie “Biblish” nennt. Karen Schneider trifft für meine Begriffe so sehr den Nagel auf den Kopf – Sie fordert Sie dazu auf, sich ihre Webseite anzusehen – “… lesen Sie sie laut, zeigen und fragen Sie Verkäufer, Gärtner und Elektriker, ob Sie Ihre Webseite verstehen!”

Jargon einer großen bibliothekarischen Firma in ihrer Produktwerbung:

“Nutzen Sie unsere führende Marke um proprietäre Inhalte und innovative lösungsorientierte Produkte zu liefern, die Reed Elsevier in Kunden- Arbeitsabläufe einbettet , um die Wertschöpfungskette zu verbessern.”

Karens Übersetzung lautet: “Wir haben Sie da, wo wir Sie schon immer haben wollten, jetzt bitte bezahlen”.

Schneider ruft dazu auf, eine aktive Sprache zu nutzen und einfache Fragen zu stellen, anstatt komplizierter Benutzungsanweisungen: Suchen Sie …? Hier finden Sie … Buch verlängern…

Wer diesen wunderbaren Vortrag hören will oder sich die Folien anschauen kann das auf den Seiten der “Online programming for all libraries”

Beitrag von Kirsten Heinrich

Mopeds und Bücher für Senioren

Unter dem ungewöhnlichen Titel “The old men’s moped” führten finnische Bibliothekare in der Stadt Kiri ein Projekt für und mit Senioren durch. Das Ziel war es die Informationskompetenz der älteren Bevölkerung von Kiri zu verbessern. Der Bibliothek gelang es einen Zuschuss des Bildungsministeriums zu bekommen und so fanden zwischen September 2006 und Februar 2007 19 Kurse zur Informationsvermittlung statt. Nicht nur Senioren nahmen teil, sondern auch Eltern, die ihren Umgang mit dem Internet verbessern wollten, um sich vor ihren Kindern nicht zu blamieren.

In Oulu, Finnland bietet die Stadtbibliothek einen maßgeschneiderten Bibliotheksservice für Senioren an. Von 130000 Einwohnern Oulus sind 7072 über 75 Jahre alt und die Alterspirale setzt sich fort. Das hat die Bibliothek rechtzeitig erkannt. Vorher wurde nur mit den Seniorenheimen zusammengearbeitet,  der neue Service bietet Besuche der Senioren in ihrem Zuhause. Die Bibliotheksangestellten erstellen bei ihrem ersten Besuch ein persönliches Profil, um so besser auf die Vorlieben eingehen zu können, anhand dieses Profil wird automatisch im Computersystem festgestellt, wenn ein passendes Buch zur Verfügung steht. Auch Gespräche über Videophone und Lesezirkel für Senioren gehören mit zum Service der Bibliothek.

Über diese beiden Projekte können Sie in Scandinavian Public Library lesen.

Beitrag von Kirsten Heinrich 

Demographischer Wandel in den USA

Die US-amerikanische “Libraries for the Future“-Initiative startet im Rahmen ihrer “Lifelong Access Libraries Initiative” das Programm “Das Leben ab 50 wandeln“.

Ziel des Projektes ist es, Bibliotheken bei der Schaffung von Angeboten für diese Zielgruppe zu unterstützen. Partner sind die kalifornische Staatsbibliothek und die kalifornische Bibliotheksvereinigung.

Link: http://www.library.ca.gov/newsletter/2007/2007summer/life.html

Beitrag von Andreas Mittrowann

Studie zu australischen Schulbibliotheken

Seit der Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse vor mehreren Jahren hat die Bedeutung der Zusammenarbeit von Bibliothek und Schule neue Würdigung erfahren. Allerorten sprießen Projekte zur Zusammenarbeit der beiden Partner. Passend dazu gibt es auch eine gesteigerte Wahrnehmung zur Bedeutung von Schulbibliotheken in Deutschland. Aber wie viele deutsche Schulen verfügen eigentlich über eine entsprechende Bibliothek und wie ist diese ausgestattet? Eine Frage, die bisher nur in einem sehr groben Rahmen beantwortet werden kann. Allgemein spricht man von Bibliotheken an 15 Prozent aller deutschen Schulen.

Die australische Bibliotheksvereinigung “Australian Libary and Information Association” (ALIA) sieht für ihren Kontinent offensichtlich ein ähnlich gelagertes Problem und hat nun selbst die Initiative ergriffen, um den Daten-Missstand zu beheben: Vom 15. Oktober bis zum 16. November werden die beiden Befragungen “Australian School Libraries – state of the nation” und “Australian School Library Personnel and roles” durchgeführt. Verantwortlich für die Befragung ist eine gemeinsame Kommission der ALIA und der Australian School Library Association. Partner dabei ist die Edith Cowan University. Erst eine klare Datenbasis kann die Grundlage für eine aussichtsreiche Strategie bilden – wir gratulieren den australischen Kolleginnen und Kollegen zu dieser Initiative!

Link: http://www.chs.ecu.edu.au/portals/ASLRP/index.php

Beitrag von Andreas Mittrowann