Und? Filtern Sie auch?

Die Australian Library and Information Association (ALIA) hat die Ergebnisse der insgesamt dritten Untersuchung zum Einsatz von Filter-Software in australischen Bibliotheken veröffentlicht. 104 von 548 potenziell antwortenden öffentlichen Bibliotheken haben daran teilgenommen. Ergebnis: 39% von ihnen setzen Filtersoftware ein. Nach 18% in 2002 und 31% in 2005 kann dies als deutliche Steigerung bezeichnet werden. Trotz alledem sind die australischen Kollegen damit nicht zufrieden: Die Mehrheit der antwortenden Mitarbeiter/innen hat eine kritische Sicht auf Internetfilter und sieht diese als nicht förderlich für die Umsetzung bibliothekarischer Grundwerte wie Unabhängigkeit gegenüber Zensur und intellektueller Freiheit an. Kundenschulungen zum verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit dem Internet werden als weitaus wirksamer betrachtet.

Für Deutschland scheinen zu diesem Thema keine validen Zahlen vorzuliegen. Die Ausgabe 3/2003 der (ab 2007 eingestellten) Zeitschrift „ÖBiB“ der Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen in Bayern berichtet zu einer Internet-Umfrage bayerischer öffentlicher Bibliotheken: „Damit die Bibliothek den Anforderungen des Jugendschutzes gerecht wird, ist eine Filter-Software zu empfehlen. 76% der befragten Bibliotheken benutzen eine Filter-Software.“

Link: http://www.alia.org.au/advocacy/internet.access/internet.filtering.public.libraries.2007.survey.report.pdf

Link: http://www.lfs.bsb-muenchen.de/publikationen/oebib/Inhalte/2003/03-03-internetplaetze.pdf

Beitrag von Andreas Mittrowann

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