USA: Bibliotheken und Wirtschaftsentwicklung

Library Web UK und das D-Lib Magazine berichten über die spannende und aktuelle neue Studie des US-amerikanischen Urban Libraries Council mit dem Titel “Making Cities Stronger – Public Libaries Contributions to Local Economic Development“. Ziel der Studie ist es, den ökonomischen Einfluss von öffentlichen Bibliotheken auf ihr direktes lokales Umfeld darzustellen. Inhaltliche Felder sind Leseförderung und die Vorbereitung auf die Schule, der Beitrag von Bibliotheken zum Aufbau eines effektiven Arbeitsmarktes mit kompetenten Arbeitnehmern, die Unterstützung von Existenzgründern durch Bibliotheken – in den USA ein deutlich akzentuiertes Tätigkeitsfeld der Kolleginnen und Kollegen – sowie die Rolle der Bibliothek als Standortfaktor.

Jedes Kapitel schließt mit den Abschnitten “Outcomes” und “Conclusions”, die Studie endet insgesamt mit einer eingängigen Tabelle der jeweiligen Aktivitäten öffentlicher Bibliotheken in den o. g. Tätigkeitsfeldern und den jeweils dazu gehörenden “Economic Development Contributions“. Daran angefügt findet sich eine Liste mit Empfehlungen, wie Bibliotheken ihren Einfluss in diesen Feldern noch verbreitern können. Ein exzellentes Dokument, dass Bibliotheken überzeugend in einen wirtschaftlichen Kontext stellt und damit die Bildungs- und Kulturfunktion ergänzt. Die Publikation bildet eine inhaltliche Brücke zu den Arbeiten von Glen E. Holt aus St. Louis zur Kosten-Nutzen-Relation von Bibliotheken sowie der entsprechenden Untersuchung von Prof. Hans-Christoph Hobohm.

Link: http://www.urbanlibraries.org/files/making_cities_stronger.pdf

Beitrag von Andreas Mittrowann