USA: Nashville Public Library mit „Learning Lab“ für Jugendliche

Studien des Harvard Family Research Projektes haben gezeigt, dass Nachmittagsprogramme für Schüler signifikant dazu beitragen, soziales Verhalten und Bildungserfolg zu verbessern. Das Institute für Museums and Libraries in den USA hat ein entsprechendes Programm aufgelegt, um innovative Lernlabore für Jugendliche zu schaffen, mit denen Kreativität, kritisches Denken und praktisches Lernen unterstützt werden sollen.

CNN.com berichtet auf seiner Website über das Learning Lab in Nashville, dass durch eine lebendige Atmosphäre geprägt ist: Der Raum ist mit farbigen Regalen, PC-Stationen und Gamingkonsolen eingerichtet, die durch einen „Makerspace“ zur kreativen Erstellung von Kunst, Vogelkäfigen oder Brieftaschen ergänzt wird: “We want to provide teens with spaces to explore learning and digital media that they don’t have access to in their homes or at school“, so Elyse Adler von der Nashville Public Library.

Vorbild für das Projekt ist das YOUMedia Center in der Chicago Public Library, dass sich in den USA zum Vorreiter bei der Hinwendung von einem passiven Medienangebot hin zu aktiven Lernmöglichkeiten in der Bibliothek entwickelt hat.

Link:
http://edition.cnn.com/2014/06/02/living/library-learning-labs-connected-learning/

Beitrag von Andreas Mittrowann

Kanada: Vancouver wird gesünder – und die Bibliothek hilft dabei

Existiert in Ihrer Kommune eine Strategie für die Weiterentwicklung der Gemeinde? Hat die öffentliche Bibliothek bei der Entwicklung eine Rolle gespielt? Die Vancouver Public Library kann auf diese beiden Fragen mit “Ja” antworten. Vor kurzer Zeit hat die kanadische Stadt ihre Strategie “A healthy city for all: Vancouver’s Healthy City Strategy 2014 – 2025″ verabschiedet.  Ausgehend von gesellschaftlichen Aufgabenstellungen wie der älter werdenden Bevölkerung, niedrigen Einkommen in einzelnen Bevölkerungsgruppen und den sich daraus entwickelnden Ungleichheiten bei der gesundheitlichen Versorgung wurde eine “Gesundheitsstrategie” für die Stadt entwickelt.

Die Vancouver Public Library war bei der Entwicklung einer der Orte, in denen sogenannte “Idea Labs” durchgeführt wurden. Auf diese Weise war die Bibliothek präsent und konnte ihre Rolle als Ort für die Gestaltung von Partizpation und Demokratie stärken. Dabei blieb es allerdings nicht: Chefbibliothekarin  Sandra Singh unterstützte aktiv bei der Gestaltung des “Ideenlabors”, in dem sie am Beispiel der Bibliothek zeigte, wie dort Ideen entwickelt und umgesetzt werden. Davon kann man in einem Video einen sehr schönen Eindruck gewinnen:

Auch in Deutschland und weltweit wurde natürlich das Megathema “Gesundheit” von den Städten und Gemeinden schon längst entdeckt: http://www.gesunde-staedte-netzwerk.de/. Ist Ihre Stadt dabei und ist die Bibliothek eingebunden?

Links:
http://vancouver.ca/healthy-city-strategy.aspx
http://bit.ly/1mnTevZ (Direkter Download einer Präsentation im PDF-Format)

Beitrag von Andreas Mittrowann

 

China: Automatenbibliotheken auf dem Vormarsch

Die Stadtbibliothek Köln hat vor kurzer Zeit den ersten Krimiautomaten einer öffentlichen Bibliothek vorgestellt. In China scheinen sich die „Automatenbibliotheken“ dagegen noch viel stärker durchzusetzen – auch, wenn sie eine echte Bibliothek mit kompetenten Mitarbeitern, Lern- und Austauschmöglichkeiten und einem breiten Informationsangebot nicht ersetzen können.

Die Website Xinhuanet berichtet nun vom verstärkten Einsatz dieser Selbstbedienungsmöglichkeit in Pekings Chaoyang Distrikt – dort wurden für die 2,9 Millionen Einwohner bereits 119 Automaten in 43 Vierteln aufgestellt. Nutzer können mit ihrem Personalausweis (!) gegen ein Pfand von 100 Yuan maximal fünf Bücher ausleihen. Die Automaten sollen unter anderem dazu beitragen, die Lesebegeisterung der Chinesen anzukurbeln, die laut dem Artikel aktuell durchschnittlich 4,39 Bücher pro Jahr lesen – in Deutschland liegt dieser Wert übrigens bei knapp neun Büchern.

Link:
http://news.xinhuanet.com/english/china/2013-08/28/c_132670649.htm

Beitrag von Andreas Mittrowann

Gewinner des CILIP Libraries Change Lives Award 2013

Die Juroren des renommierten, britischen Preises “CILIP Libraries Change Lives Award” haben die Bibliotheken der Grafschaft Surrey für ihr Projekt „Häuslicher Missbrauch – wie Surreys Bibliotheken helfen können“ ausgezeichnet. Die Zeremonie des bereits zum 22. Mal vom “Chartered Institute of Library and Information Professionals“ (CILIP) vergebenen Preises fand in diesem Jahr im „Museum of Science and Industry“ als Teil der Bibliothekskonferenz „Umbrella 2013“ statt. Die Gewinner erhielten neben der Auszeichnung einen Scheck in Höhe von 4000 britischen Pfund.

Die Surrey Libraries wurden für Ihre Unterstützung und Beratung von Menschen gewürdigt, die unter häuslichem Missbrauch („domestic abuse“) leiden. Dies umfasst auch die Präsentation wichtiger Informationsquellen und –ressourcen in einer sicheren Umgebung. Besonders erwähnenswert ist die enge Zusammenarbeit mit professionell ausgebildeten Beratern in diesem Feld sowie die Entwicklung von Services, mittels derer die Bevölkerung in Surrey ein erhöhtes und stärkeres Bewusstsein für den Umfang von Missbrauch entwickeln soll. Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Angebote:

  • „Information through specialised book stock, covering all aspects of domestic abuse, dispersed across the county for discretion as well as ease of reservation, and dedicated web pages and signposting to other local and national services.
  • Events  for residents experiencing domestic abuse, including self-esteem workshops, poetry sessions run with a local survivors support group, and a poetry and art session run with the local youth support group service.
  • A domestic abuse survivors reading group.
  • e-book readers and e-book downloading training for refuge residents.
  • Awareness of the services offered to those experiencing or who have experienced domestic abuse and the professionals working with them, forging links between the library service with the police, borough and district councils, Crimestoppers and the Surrey and Sussex Probation Service.
  • Increasing awareness of domestic abuse amongst County Council staff.“

Weitere Projekte aus der „Shortlist“:

Dementia Friendly Libraries in Kent
Kent County Council Libraries, Registration and Archives
„In partnership with Alzheimer’s Society, Dementia UK, Age Concern and others, Kent County Council, Registration and Archives have developed an innovative offer to help people living with dementia and their carers. These include their ‘Read Aloud’ and ‘Pictures to Share’ sessions, helping to stimulate memory and provide enjoyment. They have worked with Kent Gateways to develop a substantial library offer, to provide information and signposting, to train staff and volunteers and to raise awareness of dementia in Kent and beyond.“

„Reading and You“: Kirklees Libraries and Information Centres
„Bibliotherapy is the use of fiction and poetry to support and increase positive outcomes for people with mental health and wellbeing issues. Reading and You works in libraries, hospitals and community organisation’s premises to highlight the value of reading and libraries to inspire and engage with those who may be difficult to reach due to mental ill health. They help those suffering from depression, bi polar disorder, psychoses such as schizophrenia, dementia and people with drug and alcohol addiction.“

Link: http://www.cilip.org.uk/news-media/Pages/news130703a.aspx

Beitrag von Andreas Mittrowann

Zielgruppen der Zukunft: Wirken Sie mit!

Wie verändern sich die Zielgruppen öffentlicher Bibliotheken? Welche Auswirkungen haben demographischer Wandel und gesellschaftliche Entwicklungen? Welche Modelle helfen bei Analyse und Strukturierung? Diese Fragen bewegen Bibliothekare weltweit. Im vergangenen Jahr hielt beispielsweise Maria Neshava-Kostadinova von der Dora Gabe District Library im bulgarischen Dobrich auf der Veranstaltung “Modern Library Services and Initiatives” einen Vortrag über dieses spannende Thema und die American Library Association bietet Arbeitshilfen dazu an.
Bitte helfen Sie mit, auch für Bibliotheken im deutschsprachigen Raum das Wissen zu diesem Thema zu vertiefen und nehmen Sie teil an der aktuellen Online-Befragung von Frau Sandra Müller von der Stuttgarter Hochschule der Medien! Weiter unten finden Sie dazu das Anschreiben und den Link – herzlichen Dank für Ihre Mitwirkung!

Ihr Andreas Mittrowann
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Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Sandra Müller und ich schreibe gerade meine Masterarbeit zum Thema „Zielgruppen der Zukunft – Perspektiven für Bibliotheken“ im Studiengang Bibliotheks- und Informationsmanagement an der Hochschule der Medien. Hierbei werde ich von Dr. Martin Götz und Andreas Mittrowann betreut und von der ekz.bibliotheksservice GmbH unterstützt. Im Zuge dieser Masterarbeit führe ich eine Umfrage durch. Ziel dieser Umfrage ist es, genauere Informationen darüber zu erhalten, wie Bibliotheken ihre Kunden in Zielgruppen einteilen und welche Angebote sie für diese bereithalten.

Hierfür habe ich einen Fragebogen ausgearbeitet, der aus maximal 15 Fragen besteht und dessen Beantwortung nicht länger als 10 Minuten dauern sollte. Dieser ist unter folgendem Link abrufbar:

https://www.soscisurvey.de/zielgruppen2012/

Die ausgewerteten Daten werden für die Masterarbeit verwendet und lassen keine Rückschlüsse auf einzelne Bibliotheken zu.

Sollten Sie Fragen zu dieser Umfrage haben, können Sie mich gerne jederzeit unter folgender E-Mail-Adresse kontaktieren: sm113@Hdm-Stuttgart.de

Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Mitwirkung.

Mit freundlichen Grüßen
Sandra Müller

LearningLabs in den USA

Das Institut of Museum and Library Services (IMLS) in den USA und die MacArthur Foundation haben vor kurzem die zweite Runde der Gewinner im Wettbewerb um Lernlabore der Zukunft bekannt gegeben. Fünf Museen und sieben Bibliotheken erhalten insgesamt 1,2 Millionen US-Dollar zur Planung und Gestaltung der Labore. Inspiration und Ausgangspunkt der Überlegungen für den Wettbewerb ist der YOUmedia-Bereich für Teenager in der Chicago Public Library.

Jedes Lernlabor soll sich insbesondere dem “vernetzten Lernen” verschreiben – Entdeckung, Kreatvitität, kritisches Denken und reales Lernen durch spezifische Aktivitäten und Erlebnisse stehen im Mittelpunkt. “Digitale Medien verändern die Art und Weise in der junge Menschen lernen, sich sozialisieren und sich engagieren in der Bürgergesellschaft. Diese innovativen Labore sollen Jugendliche von heute mit dem Raum, den menschlichen Beziehungen und den Ressourcen versorgen, damit sie ihre sozialen Welten und Interessen mit den wissenschaftlichen Fächern verbinden können und um sie besser auf Erfolg im 21. Jahrhundert vorzubereiten”, so Julia Stasch von der MacArthur Foundation.

Die neuen Learning Labs sind geplant in Dallas, TX; Madison, WI; Rochester, NY; Berkeley, CA; Billings, MT; Poughkeepsie, NY; Tucson, AZ; Richmond, VA; Tuscaloosa, AL; Pittsburgh, PA; Lynn, MA; und Las Vegas, NV. Zwischen den Projektbeteiligten der ersten und der zweiten Stufe soll auch ein Know-how-Transfer geschaffen werden.

Weitere Informationen: http://1.usa.gov/U7TsNr

Beitrag von Andreas Mittrowann

Kleiner IFLA-Rückblick (5): Rebecca Hope Renard, DC Public Library – “Jugend202″

In den Vereinigten Staaten spielen Telefonvorwahlen eine deutlich größere Rolle für die Identifikation mit der eigenen Stadt als in Deutschland. Kein Wunder also, dass ein Jugendprojekt in Washington DC die lokale Vorwahl „202“ zum Bestandteil des Projektnamens machte. Das Multimediaprojekt „Youth202“ der Washington Public Library wurde im Rahmen eines Sommerprogramms für Teenager im Jahr 2010 „geboren“ und hat sich zum Ziel gesetzt, Jugendliche bei der Schaffung ihrer eigenen Inhalte und einer damit entstehenden Wissenswelt zu unterstützen. Im Zentrum steht dabei die Website http://www.youth202.org, zum Gesamtprojekt gehören aber auch ein Twitter-Feed und ein von den Jugendlichen gestaltetes Radioprogramm.

Natürlich sind die entsprechenden Inhalte entscheidend für den Projekterfolg:

  • Veranstaltungskalender für Jugendliche,
  • Angebote für Arbeitsplätze, Voluntariate, Praktika und Nachmittagsbetreuung,
  • Verknüpfungen mit Bibliotheksservices zur Hausaufgabenhilfe und entsprechende Datenbanken,
  • Rezensionen zu Büchern, Musik, Filmen und Spielen, die ausschließlich von Jugendlichen geschrieben wurden,
  • Links zu regionalen Beratungsangeboten und entsprechenden Onlinequellen bei familiären oder persönlichen Problemen,
  • Einer regelmäßigen Beratungskolumne (“Fragen Sie….”),
  • Volltextsuche und Tag Cloud für das schnelle Finden der gewünschten Inhalte.

Die Kollegin hat während ihres Vortrages besonders betont, dass diese Angebote eine wichtige Lücke füllen, denn die meisten Informationsangebote richten sich an Erwachsene. Die Bibliothek hat das Projekt insbesondere durch ein Schulungsprogramm für die Jugendlichen begleitet, in dem die wesentlichen Prinzipien für die Informationsvermittlung trainiert wurden. Im Mittelpunkt stand dabei die RADCAB-Methode.

Rebecca Hope Renard ist Pädagogin und hat sich bereits intensiv in ihrer Vergangenheit mit Multimediapädagogik beschäftigt. Es handelt sich offensichtlich um eine Initiative mit vielen Beteiligten, die ein hohes Maß an Vernetzung erforderlich macht, aber es lohnt sich:

„By pairing youth with adult library and community media professionals who are skilled in working with teens and who are experts in the information and media fields, Youth202 supports teens’ youth development needs, while developing their 21st century literacy
skills. With our community partner, Radio Rootz, a non-profit organization specializing in youth radio, teens are trained in research, information analysis, digital audio production, interviewing, online writing, “cyber-marketing”, and a host of other skills,
while working collaboratively to create content that they share with their peers.“

Link: http://conference.ifla.org/sites/default/files/files/papers/wlic2012/141-renard-en.pdf

Beitrag von Andreas Mittrowann

Kleiner IFLA-Rückblick (2): Kurt Hirn – “Myllypuro Media Library Helsinki”

Im Rahmen des vergangenen IFLA-Kongresses stellte Kurt Hirn die Myllypuro Media Library vor. Die Bibliothek war 1997 ursprünglich als „Reading Room“ und recht kleine Nachbarschaftsbibliothek im Stadtteil Myllypuro gegründet worden. Im Zuge des technologischen Wandels wurde die Bibliothek grundlegend neu gestaltet – dabei war es auch ein wichtiges Ziel, digitale Spaltung und Nachteile bei der Versorgung sozial bedürftiger Stadtteile zu vermeiden.

Die Veränderung machen jetzt die neuen Angebote deutlich:

  • Die Bibliothek bietet jetzt nicht nur E-Zeitungen und E-Books an, sondern vermittelt dies auch aktiv an ihre Nutzer. Neben dem klassischen, stationären Bibliotheks-PC werden jetzt auch Notebooks, iPads und andere Tablet-PCs sowie E-Reader angeboten, verbunden mit entsprechenden Einführungen und Trainings.
  • Nutzer können jetzt auch Videokameras ausleihen, die entstandenen Filme dürfen im bibliothekseigenen Ton- und Videostudio oder auf „Media-Notebooks“ vor Ort bearbeitet werden.
  • Es werden zehn Samsung-Tablet-PC mit jeweils sechs vor-installierten E-Books ausgeliehen. Alle Geräte wurden von Firmen gesponsert. Ziel dieses Teilprojektes ist es, die Medienkompetenz der Nutzer zu erhöhen.
  • Die Bibliothek hat einen „Laptop-Club“ gegründet, in dem gegenseitiges Lernen mit neuen Medien ermöglicht werden soll
  • Im Sommer 2012 hat die Bibliothek gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt einen Workshop zum Thema „Skateboard-Videoaufnahmen und –bearbeitung“ durchgeführt.
  • Besonders beliebt ist das Angebot, alte Videokassetten in der Bibliothek zu digitalisieren und auf DVD zu brennen.
  • Zum Ausleihangebot der Bibliothek gehören jetzt auch Schrittzähler, Pulsmesser und diverse Kompasse

Erwähnenswert ist die Tatsache, dass ein enormes Umdenken und ein breit angelegtes Fortbildungsangebot für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bibliothek erforderlich waren und sind. Kurt Hirn dazu: „Since many traditional library skills are becoming insufficient it is necessary to try to find new ways for staff development. The aim of the Media Library is to serve as a learning environment also for the library staff in building new skills and competences.”

Link: http://conference.ifla.org/sites/default/files/files/papers/wlic2012/173-hirn-en.pdf

Beitrag von Andreas Mittrowann

Jahresbericht der Aarhus City Libraries

Die Stadtbibliothek im dänischen Aarhus hat ihren Jahresbericht vorgelegt. Das ist deshalb interessant, weil für das Jahr 2014 die Eröffnung des innovativen „Mediaspace“ in der zweitgrößten Stadt des Landes geplant ist. Design und Konzept der neuen Bibliothek lassen Großes erwarten: Das futuristische Gebäude im Hafengebiet der smarten Metropole steht für Interaktivität und Erlebnisorientierung – zwei wichtige Erfolgsfaktoren für die Bibliothek der Zukunft. Jetzt kann der Neubau mittels eines 3D-Modells erkundet werden: http://www.urbanmediaspace.dk/3dmodel

Weitere Abschnitte des Berichtes konzentrieren sich unter anderem auf innovative Projekte, darunter das „Transformation Lab 2“, in dem der Umzug auf den Neubau vorbereitet wird: „In Transformation Lab 2 we have placed a number of permanent elements that will provide the frame for continuous experiments with service forms, services, furniture and decor. Transformation Lab 2 will become the place where we can tell the story of the Main Library’s process of change towards realisation of the library of the future in the new house on the harbour in 2014. The space provides opportunity for employees, network partners and library users to experience the activities that the new library will contain.”

Eine weitere Besonderheit in Aarhus ist die Verantwortung des Bibliotheksleiters Rolf Hapel auch für die Bürgerservices, die sich in 2011 auf die Weiterentwicklung der international ausgerichteten Leistungen für Menschen mit Migrationshintergrund konzentrierten: „In 2011, Citizens’ Services focused on the development of international services. Citizens’ Services One Stop Shop was disseminated nationwide under the name International Citizens’ Service. At the same time Citizens’ Services developed an international welcome pack including complimentary tickets and a website in English in cooperation with six other municipalities. Also, the employees were given a linguistic competence boost.“

Zum Jahresbericht: http://beretning.aakb.dk/en

Beitrag von Andreas Mittrowann

Fayetteville Free Library mit Entdeckungslabor

Der Bibliothekar David Lee King von der Topeka & Shawnee County Public Library in den USA berichtet in seinem Weblog über einen Vortrag der Kollegin Lauren Britton zu den neuen Möglichkeiten, die von der Fayetteville Free Library im Rahmen ihres “Makerspace” geschaffen worden sind.
Bei einem „Makerspace“ handelt es sich um eine Ort oder einen Raum, in dem Menschen zusammenkommen, um gemeinsam Dinge zu kreieren oder Wissen zu teilen. Die Bibliothek stellt in diesem Kontext wie in einem Labor oder einer Werkstatt die Werkzeuge und Ressourcen dafür bereit. In Fayetteville ist nun vor einiger Zeit der erste permanente „Makerspace“ unter dem Namen „Fab Lab“ entstanden.

Im Zentrum der Aktivitäten stehen zwei sogenannte „Makerbots“  – dabei handelt es sich um spezielle dreidimensionale Drucker, die man auch als „Minifabriken“ bezeichnen könnte, denn mit ihrer Hilfe lassen sich Objekte wie Spielzeuge, Alltagsgegenstände oder Modelle aus Kunststoff herstellen. Wer eine konkretere Vorstellung erhalten möchte, findet hier ein anschauliches Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=l-SsD_1d78I

Aber auch die Produktion des ersten, eigenen Buches gemeinsam mit Kindern oder das Untersuchen der Funktionsweise von Alltagsgegenständen wie einem Toaster gehören zu den Aktivitäten des Fab Lab, das sich damit in die noch junge Tradition der interaktiven Bibliotheken stellt. Für die Finanzierung hat Lauren Britton intensiv nach Sponsoren und Förderern gesucht und war auch mit innovativen Methoden wie der Unterstützung durch die Plattform „Indiegogo“ erfolgreich.

Quelle:
http://www.davidleeking.com/2012/03/23/cildc-the-fayetteville-free-library-a-fabulous-laboratory

Beitrag von Andreas Mittrowann