KinderbibliothekarIn - KindermediothekarIn - Kinderspiele

25. April 2008

Scandinavian Public Library Quarterly’s erstes Heft 2008 ist herausgekommen, wie immer mit phantastisch anregenden Artikeln. Ganz besonders schön finde ich den Artikel: “To do or not to do”: Tun oder nicht tun? Kernkompetenzen, neue Rollenverteilung und Profile der Mitarbeiter unserer Kinderbibliotheken.

Ann Poulsen benennt die Schwierigkeiten der Vermittlung von kinderbibliothekarischer Arbeit sowohl gegenüber den Trägern, als auch der “Kundschaft: Kinder”. Eine ausführliche Studie des dänischen Kultusministeriums zur Zukunft des Bibliotheksservices kommt zu dem Ergebnis, dass vor allem diese Arbeit verändert werden muss. Die Bibliotheken spielen erfreulicherweise weiterhin eine große Rolle im Leben der Kinder. Aber der Schwerpunkt der Arbeit verändert sich: weg von der traditionellen Frage, welche Informationsbedürfnisse oder kulturellen Aktivitäten die Bibliothek abdecken sollte hin zu: Wie erreicht man die Kinder heute?

Ein zentraler Punkt ist für Poulsen dabei die Qualifikation des Personals der Kinderbibliothek, das unbedingt ein umfassendes Wissen über die Lebenswelt der Kinder haben sollte, womit hier nicht unbedingt Bibliothekare gemeint sind! Vor allem das Wissen über die Lebenswelten der Kinder und den Medienumgang der Kinder ist wichtig für die Kinderbibliotheksarbeit: Computerspiele, SchülerVZ, Chats, Youtube …

Beitrag von Kirsten Heinrich


Urban Libraries Council mit Publikation zu Migranten

1. April 2008

Das Urban Libraries Council in den USA hat jetzt den Report “Welcome, Stranger: Public Libraries Build the Global Village” herausgebracht. Der Bericht umfasst auf 20 Seiten die wichtigsten Strategien von Bibliotheken, um Migranten bei der Integration zu helfen und sie vor allen Dingen sprachlich zu unterstützen.

Die Publikation ist kostenpflichtig.

Quelle: Library Journal
Link: http://www.urbanlibraries.org/publications/details.html

Beitrag von Andreas Mittrowann


Interaktive Kinderbibliothek in Baltimore

23. März 2008

Analog zu den Entwicklungen in Arhus, Singapur und Paderborn gibt es nun auch in der Baltimore County Public Library in Maryland (USA) eine interaktive Kinderbibliothek, die den Namen “Storyville” trägt. In Baltimore liegt der Schwerpunkt allerdings insbesondere auf der frühkindlichen Leseförderung.

Die in der Rosedale Zweigbibliothek beheimatete neue Institution ist im Rahmen eines dreijährigen Projektes entstanden und enthält insgesamt sieben Lernbereiche, die ihre Qualität aus einer museumsdidaktischen Aufbereitung beziehen. Dazu gehören unter anderem eine Bibliothek, ein zweistöckiges Haus, ein Theater, ein Laden und ein “Babygarten”.

Link: http://www.bcplstoryville.org/storyville_home.html

Beitrag von Andreas Mittrowann, nach einer Anregung von June Garcia


Second Life für Teens

8. März 2008

Die Public Library of Charlotte and Mecklenburg County (PLCMC) in North Carolina (USA) hat auf der dreidimensionalen Internet-Plattform “Teen Second Life” eine virtuelle Insel für Teens eingerichtet und bietet nun im Rahmen der US-amerikanischen “Teen Tech Week” dazu passende Veranstaltungen an. Dazu gehört unter anderem ein Workshop zum Thema “Digitales Modedesign”, in dem Teenager lernen können, ihre Avatare geschmackssicher einzukleiden (!). Auch ein Seminar zur Erarbeitung digitaler Filme direkt aus Second Life heraus gehört zum Programm. Hier ist es Ziel, den erstellten Film mit den animierten Second-Life-Figuren anschließend auf die persönliche Seite in MySpace oder nach YouTube hochzuladen, um Freunden das eigene Werk über das Internet zeigen zu können.

Mit diesen Angeboten setzt die ehemalige “Library of the Year”-Bibliothek wieder einmal Standards bei der Nutzung moderner Web 2.0-Technologien in der Veranstaltungsarbeit für diese Zielgruppe. Alle Achtung!

Link: Veranstaltungsprogramm PLCMC
Link: Beispielfilm aus YouTube für Teen Second Life

Beitrag von Andreas Mittrowann


Was dürfen junge Menschen von Bibliotheken erwarten?

31. Januar 2008

Das britische Museums, Libraries and Archives Council hat am 29. Januar ein Papier zu den berechtigten Erwartungen junger Menschen an Bibliotheken veröffentlicht. Dieses Statement ist Teil einer größeren Initiative, die Schülern über Schulen sowie Bibliotheken den Zugriff auf kulturelle Dienstleistungen und Lernchancen eröffnen soll. Hier die wichtigsten Forderungen im Originaltext:

  • Participation in shaping the future of library services
  • Volunteering opportunities with younger or older library users
  • A place to develop citizenship skills and community engagement
  • Free, safe and welcoming spaces in the local community
  • Formal and informal learning support for educational attainment
  • Inspiring books and reading materials supported by positive activities
  • Information on education, training and careers opportunities

Das vollständige Dokument kann hier abgerufen werden.

Link: http://www.mla.gov.uk/news/press_releases/Youth_Offer

Beitrag von Andreas Mittrowann


Wettbewerb: Fotos für Flickr in Neuseeland

31. Januar 2008

Die Christchurch Public Libraries in Neuseeland führen den digitalen Foto-Wettbewerb “My favourite place” für 13 bis 18jährige Jugendliche durch. Gefragt sind Fotos von besonders beliebten Ferienorten - in der Kiwi-Region ist derzeit Sommer und die schönste Zeit des Jahres steht an. Die Bewerberfotos werden auf eine Flickr-Seite hochgeladen und von einer vierköpfigen Jury bewertet. Als Gewinne winken zwei Handys eines bekannten Anbieters.

Link: http://library.christchurch.org.nz/Pulse/Competition/

Beitrag von Andreas Mittrowann


Ort der Begegnung oder “Onleihe”-Avatar?

15. Januar 2008

Die Zukunft der Bibliothek ist im Moment ein großes Thema in den bibliothekarischen Medien.

In BuB 1/2008 schreiben 15 Experten über ihre Sicht der Dinge. Die Meinungen könnten unterschiedlicher nicht sein und gehen vom klassischen “Ort der Begegnung” über die “Bibliothek mit Bildungsauftrag kraft eines Bibliotheksgesetzes” bis hin zum “Bibliothekars-Avatar a la Second Life”.

OCLC’s neuester Report über das soziale Netzwerken “Sharing, Privacy and Trust in Our Networked World kommt zu dem Ergebnis, dass Bibliotheken zur Zeit kein primärer Ort für ein soziales Netzwerk sind: “Die Bibliothek ist ein Ort, wo man sich Bücher ausleihen kann oder manchmal den Computer benutzt, aber nicht für das “soziale Netzwerken” (im Sinne von Schüler/StudiVZ)” sagt ein 15 jähriger Benutzer. “Die Bibliothek ist ein Ort zum Lernen und zum Lesen” so das Ergebnis der Studie. Die Bibliothekare sehen das anders, sie sind der Meinung, man könne Blogs oder Wikis für z.B Buchclubs etablieren. Immerhin gibt es schon 10 000 Blogs von oder über Bibliotheken, die bei Technorati gelistet sind.

Jens Thorhauge, der Direktor der dänischen Library Agency schreibt im neuesten “Scandinavian Public Library Quarterly” einen Artikel zu neuen und alten Bibliothekskonzepten: Das Buch steht nach wie vor für die “Marke” Bibliothek, ist sein Ergebnis.

Auch Herrn Hobohm beschäftigt das Thema: “Bibliothek(swissenschaft) 2.0. Neue Auflage oder Wende in Forschung und Lehre?” in einem Libreas Artikel . Er hört mit Umberto Eco die Bücher in den Regalen miteinander flüstern und befürchtet, dass durch das fehlende Verständnis der Bibliotheken, für wen sie eigentlich da seien, den Bibliotheken noch einiges bevorstehen wird.

Ein wunderbarer, wenn auch ein wenig melancholisch stimmender Artikel!

Dazu fällt nur noch Cornelia Funkes Tintenenwelt-Trilogie ein, vielleicht sollte man eine ideale Bibliothekswelt schaffen, und sich bemühen, diese aus dem Buch herauszulesen …

Beitrag von Kirsten Heinrich

 


Jetzt auch in San Francisco: Bibliothekar buchen

2. Januar 2008

Auch die San Francisco Public Library in Kalifornien (USA) bietet jetzt den Service “Buch einen Bibliothekar” an: Bibliothekskunden können im Voraus eine 30minütige Beratungssitzung reservieren. Für diesen Service stehen insgesamt vier Bibliotheksmitarbeiter/innen zur Verfügung, von denen jeder pro Woche insgesamt eine Stunde für diese Dienstleistung beansprucht werden kann.

Die stärksten Nutzer dieser neuen Dienstleistung sind ältere Menschen, Neubürger der USA sowie Arbeitssuchende. Ähnliche Services werden bereits in Dänemark, Australien, Neuseeland und Schweden angeboten.

Quelle: Library Journal, 19.12.2007
Link: http://www.libraryjournal.com/article/CA6513759.html?desc=topstory

Beitrag von Andreas Mittrowann


Irland: mehr Geld für Schulbibliotheken

16. Dezember 2007

Die irische Regierung investiert 5 Millionen zusätzliche Euro in den Aufbau von Schulbibliotheken. Ziel ist es insbesondere, die Mittel in Schulen zu investieren, die in benachteiligten Gebieten liegen. Schwerpunkte der Förderung sind die Erweiterung und die Aufwertung vorhandener Schulbliotheken, die Umwandlung von nicht ausreichend für Lehrzwecke genutzter Räume in Bibliotheken, die Bereitstellung von Beständen sowie der Auf- und Ausbau von PC-Plätzen.

Staatsminister Pat Carey begrüßte diese Entscheidung und merkte dazu u. a. an: “Bildung ist eine entscheidende Grundlage und die erweiterten Bibliotheksräume werden das Leben der jungen Menschen an den betreffenden Schulen nachhaltig bereichern”.

Link: http://www.library.ie/weblog/2007/12/13/e5-million-allocated-for-the-enhancement-of-school-libraries/

Beitrag von Andreas Mittrowann


Britische Bibliotheksideen auf Video

10. November 2007

Auf der Website des Chartered Institute of Library and Information Professionals können jetzt die Videos der Finalisten des Wettbewerbes “Bibliotheken verändern Leben” abgerufen werden. Die Camden und Leicester Libraries stellen gemeinsam mit den London Libraries Development Agencies ihr Projekt “Welcome to your Library” vor, der Leeds School Library Service präsentiert sein Programm “Large” (Leeds Always Reading Group for Everyone) und die East Ayrshire Library zeigt Impressionen aus ihrer Initiative “Read Yourself Well“.

Der CILIP / LiS Libraries Change Lives Award hat das Ziel, gute Bibliothekspraxis herauszustellen und auszuzeichnen. Besondere Berücksichtigung finden Projekte, die Menschen zusammenbringen, Zielgruppen beteiligen, das Lesen und das Lernen fördern und Innovation sowie Vorstellungsvermögen demonstrieren.

Link: http://www.cilip.org.uk/aboutcilip/medalsandawards/LibrariesChangeLives/

Beitrag von Andreas Mittrowann