9. Februar 2008
Die Library of Congress bietet auf Ihrer Website ein exzellentes und sehr beeindruckendes Programm von Webcasts an. Dazu gehören unter anderem Themen wie US-amerikanische Heldinnen, Lyrik, die Suche nach Öl, Kochbücher oder sogar Parkhäuser als architektonische Merkmale der städtischen Kultur. Besonders hinweisen wollen wir an dieser Stelle auf einen Vortrag von Roy Tennant, den Lesern von Library Journal durch seine regelmäßige Kolumne zu digitalen Bibliotheken wohlbekannt und derzeit der Betreiber von E-Sholarship.
Sein Webcast von mehr als 60 Minuten Dauer zum Thema “Life beyond MARC” thematisiert den deutlichen Einfluss, den das Internet auf die künftigen bibliographischen und Daten-Services von Bibliotheken hat. Für die Nutzung ist der “Real Player” erforderlich.
Link: http://www.loc.gov/today/cyberlc/feature_wdesc.php
Mehr zum Thema “Weiterentwicklung von MARC”: http://roytennant.com/metadata.pdf
Mehr zum Thema “Catalog Enrichment”: http://www.loc.gov/standards/catenrich/
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16. Dezember 2007
Die Auckland City Libraries in Neuseeland bieten ihren Kunden derzeit die Contemporary World Music Datenbank zum Test an. Dabei handelt es sich um ein Angebot mit Weltmusik im “Stream” - der Nutzer kann sich mit der Nummer seines Bibliotheksausweises einloggen und Titel auswählen, die dann direkt und “live” auf seinem PC eingespielt werden. Ein Download ist offensichtlich nicht vorgesehen, so dass die Titel nicht auf einen der beliebten tragbaren Player übertragen werden können.
Zum Angebot gehören 50.000 Titel vom Flamenco über Didgeridoo bis zum russischen Balaleika-Orchester. Bei der Datenbank handelt es sich um ein Angebot der US-amerikanischen Alexander Street Press aus Virginia.
Link: http://www.aucklandlibrary.co.nz/findyoursubject/digitallibrary/trials/trials.htm
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16. Dezember 2007
Die irische Regierung investiert 5 Millionen zusätzliche Euro in den Aufbau von Schulbibliotheken. Ziel ist es insbesondere, die Mittel in Schulen zu investieren, die in benachteiligten Gebieten liegen. Schwerpunkte der Förderung sind die Erweiterung und die Aufwertung vorhandener Schulbliotheken, die Umwandlung von nicht ausreichend für Lehrzwecke genutzter Räume in Bibliotheken, die Bereitstellung von Beständen sowie der Auf- und Ausbau von PC-Plätzen.
Staatsminister Pat Carey begrüßte diese Entscheidung und merkte dazu u. a. an: “Bildung ist eine entscheidende Grundlage und die erweiterten Bibliotheksräume werden das Leben der jungen Menschen an den betreffenden Schulen nachhaltig bereichern”.
Link: http://www.library.ie/weblog/2007/12/13/e5-million-allocated-for-the-enhancement-of-school-libraries/
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1. August 2007
Library Web UK und Resource Shelf berichten, dass die Europäische Bibliothek jetzt Anleitungen in 12 Sprachen für ihre Nutzer bietet. 47 europäische Nationalbibliotheken ermöglichen mittlerweile Zugriff auf digitalisierte Bestände über die Website der gemeinsamen europäischen Institution. Dazu gehörten u. a. Gemälde, E-Books, Karten, Fotografien und Noten.
Link: Anleitung in deutscher Sprache
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1. August 2007
Seltsame Ruhe herrschte in einigen Blogs und Listen wie “Publib” in den Tagen nach dem 21. Juli - dann folgten die ersten Kritiken von HP7, wie der 7. Band von Harry Potter auch genannt wird. Ein absolutes Phänomen ist, keiner traut sich, das Ende zu verraten, es ist wie ein Schweigegelübde, jeder möchte es alleine lesen. Deswegen wohl auch das Schweigen in den Listen und Blogs, auch in Deutschland wurde der englische HP verschlungen, siehe Artikel von Susanne Gaschke: “Die Welt liest”.
Gerne würde ich wissen, wieviele Kinder/Jugendliche/Erwachsene es mit HP “gelernt” haben, auch umfangreiche - lange Bücher zu lesen. Aus vielen Gesprächen, höre ich immer wieder ähnliche Geschichten: “Ich habe angefangen, meiner Tochter/Enkelin/Neffen… Harry Potter vorzulesen und durfte nicht mehr aufhören … sie/er hat die ganzen Bücher verschlungen, obwohl vorher kein Bücherwurm”.
Was fand in deutschen Bibliotheken statt ? Über Antworten würden wir uns freuen!
Was in den USA los war, kann man im PLA Blog “Harry Potter madness” nachlesen.
Meine Urlaubslektüre wird jedenfalls u.a. der 7. Band sein, mit einem weinenden Auge, weil es eben der letzte Band ist.
Kirsten Heinrich
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31. Juli 2007
Die Waterford County Library in Irland bietet ihren Kunden fundierte wissenschaftliche E-Books im Bereich Heimatkunde an. Dazu gehören bspw. der “Irish Tourist Association Topographical and General Survey”, historische Titel zur Heimatkunde Waterfords aus der Zeit vor 1900 oder Prosa und Lyrik heimischer Autoren aus vergangenen Jahrhunderten.
Hilfreiche digitale Quellen für Schüler, lokale Historiker und Akademiker nützen somit auch der Bibliothek bei ihrer Profilierung vor Ort.
Link: E-Books der Waterford County Library
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Bibliothek: Bestand, Bibliothek: Zielgruppen |
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31. Juli 2007
Das “Herb Caen Magazines and Newspapers Center” der San Francisco Public Library (USA) betreibt seit Juni 2007 ein eigenes Blog mit Nachrichten zur Arbeit und den Projekten dieser Abteilung. Aktuelle Ereignisse wie der Unabhängigkeitstag am 4. Juli, Sportveranstaltungen oder die in den USA sehr beliebte Familienforschung werden als Anlass genommen, die umfangreichen Dienstleistungen dieser Bibliotheksabteilung vorzustellen.
Namensgeber Herbert Eugene Caen arbeitete seit den 1930er Jahren als Kolumnist für den San Francisco Chronicle und gewann 1996 den Pulitzer-Preis. Er starb im Februar 1997.
Link: http://sfplmagsandnews.blogspot.com/
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Bibliothek: Bestand, Bibliothek: Blog |
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25. Juli 2007
Die britische “Association of Learned and Professional Society Publishers” hat am 11. Juli in Oxford (Großbritannien) das Seminar “Publishing and the Library of the Future” mit rund 40 Teilnehmern durchgeführt. Ziel der Veranstaltung war es, Optionen für die Zukunft der Bibliotheken vor dem Hintergrund der sich stetig entwickelnden Digitaliserung im wissenschaftlichen Verlagswesen zu beleuchten.
Diana Leitch von der Universitätsbibliothek Manchester gab eine kurze Einführung aus Sicht ihres Hauses mit prägnanten Beispielen (”Wir haben gerade alle wissenschaftlichen Zeitschriften, die älter als zehn Jahre sind, in ein externes Magazin überführt - bisher gab es keine einzige Bestellung und alles, was es elektronisch in der British Library gibt, erhalten wir schneller digital als über einen Boten, der ins Magazin fährt”) und führte kompetent und verbindlich durch das vielfältige Programm.
Unter anderem gab Helen Cooke von SAGE-Publications einen Überblick über die gegenwärtige Situation bei E-Journals und die Erwartungen der (Bibliotheks)Kunden, die Biochemikerin Sarah Coulthurst sprach über ihre Erwartungen an Bibliotheken als moderne Wissenschaftlerin und Bibliothekarin Kara Jones von der University of Bath schilderte aus ihrer Perspektive die Kundenwünsche (niedrigere Preise für Bibliotheken, mehr Einfluss der Autoren, einfachen Zugriff auf Content für Wissenschaftler), die Alltagsrealität und Konsequenzen für den Bestandsaufbau der Zukunft. Auch der Verfasser dieses Textes durfte mittun und über die Erfahrungen der Bertelsmann Stiftung bei der Entwicklung eines (nicht realisierten) Wissenszentrums für die Vereinigten Arabischen Emirate berichten, dessen Konzeption die Verschmelzung von öffentlicher und wissenschaftlicher Bibliothek, Museum, Lernzentrum und Wissenspark vorsah. Das Seminarprogramm und alle Präsentationen können unter dem u.g. Link abgerufen werden.
Link: ALPSP Seminarprogramm und Präsentationen
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Bibliothek: Bestand, Bibliothek: Technologie |
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21. Juli 2007
Die Helsinki City Library in Finnland würdigt die bibliothekarische Arbeit für Patienten in einem Sonderartikel auf ihrer Webseite. So unterhält die Bibliothek beispielweise “Service Center Desks” in allen städtischen Zentren für Senioren und in Krankenhäusern. Allerdings erfuhr der Service in den vergangenen Jahren auch deutliche Einschnitte durch weniger Fördermittel, so dass selbst im bibliotheksfreundlichen Finnland neue Wege gefunden werden mussten. So wird zum Beispiel der Bibliotheksservice im HUS-Kinderkrankenhaus seit dem Jahr 2003 von der Firma Pfizer gesponsort. Für die Einrichtung einer eigenen Bibliothek reichten die Mittel allerdings nicht, so dass diese Dienstleistung weiterhin auf mobilen Bücherwagen basiert.
Dafür erstrecken sich die Angebote aber auch auf Orte wie die Rehabilitationsklinik in der Hangonkatu-Straße in Helsinki, wo Services durch einen Bibliothekar an zwei Tagen in der Woche angeboten werden können. Dies wird ergänzt durch einen weiteren Tag, der durch die engagierte Mitarbeit des Krankenhauspersonals möglich ist. Insgesamt wurden durch Helsinkis Patientenbibliotheken und -services in 2006 mehr als 60.000 Ausleihen erzeugt. Ein Service, der auch in Deutschland mehr Beachtung und Engagement verdient.
Link: Artikel zu Helsinkis Patientenbibliotheken
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3. Juli 2007
Im ALA TechSource Blog ist ein weiterer Artikel von Karen G. Schneider zum Thema erschienen “why our data suck” erschienen. Sie zitiert darin Karen Coyle’s und Diane Hillmann’s Artikel: Resource Description and Access (RDA) aus dem D-Lib Magazine January/February 2007 Volume 13 Number 1/2. Coyle und Hillmann schreiben, die Bibliotheken hätten den Wettlauf um den ersten Platz der Informationsbeschaffer gegen Amazon und Google verloren, weil die Kataloge der Bibliotheken noch nicht einmal im 20. Jahrhundert angekommen sein (vom 21. gar nicht zu reden).
Schneider bestreitet nicht die Notwendigkeiten und Erfolge, die Katalogregeln und die Katalogisierung hatten und haben. Und doch kommt ihr - und da bin ich ganz ihrer Meinung - der Opac wie ein eingemauerter Garten vor, der selbst von Insidern nur schwer zu erobern ist, vor den Benutzern aber gänzlich verschlossen bleibt. Warum braucht man Haupt- und Nebeneintragungen, wenn in der online-Welt alle Worte gleich erschlossen sind?
Ein Kind dass nach einem Harry Potter Buch in seiner Bibliothek sucht, sollte dieses im Web- mit Verweis auf die lokale Bibliothek finden können und nicht erst den Bibliotheksopac öffnen - sich womöglich anmelden - die Signatur … aufschreiben müssen. Schneider schlägt vor, den Katalog ganz in das Web zu stellen - jedem Buch eine Webseite zu bauen - das semantische Web miteinzuweben.
“How do we get Harry Potter out of the garden and onto the Web?” Die RDA/Dublic Core Initiative in den USA geht diesen Weg.
Die Süddeutsche schreibt am Wochenende in ihrem Artikel “Google scannt die Welt”: “Das bedeutet nun einstweilen nicht, dass die Bibliothekare bald ihre Schätze einstampfen und ihre Räume den Filmcrews überlassen können. … die digitale Kopie ersetze das Buch nicht … ” (SZ 30. Juni/1. Juli, Feuilleton, S. 16)
ABER Google’s allgemeine Mission : “das Wissen der Welt leichter zugänglich zu machen” ist mit der Verfilmung der Oxford Library ein Stück mehr Realität geworden.
Man vergleiche in Google’s book search die Webseite des Buches “Harry Potter and the Order of Phoenix ” mit Referenzen, Kritiken, Verweisen etc. mit der Seite, die sich über den Worldcat öffnet. Und ich möchte mich hiermit Karen G. Schneider anschließen “FREE HARRY“!
Beitrag von Kirsten Heinrich
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Bibliothek: Bestand, Bibliothek: Kundenorientierung |
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